Analog oder digital? – Wie uns Uhren beeinflussen

Ich weiß noch, wie ich als Grundschulkind meine erste Armbanduhr geschenkt bekommen habe. Schwarz, aus Plastik, super stabil. Wie stolz ich doch war!

Damals hatte ich noch kein Gefühl für die Zeit, die Uhr war eher ein Anhängsel, mit dem ich mich erwachsen fühlte, weil meine Mama ebenfalls eine Armbanduhr besaß. Doch wirklich genutzt habe ich sie nicht. 10:00 Uhr am Vormittag oder 17:00 Uhr am Nachmittag? Für mich völlig irrelevant.

Doch das hat sich mit der Zeit komplett geändert. Die Uhrzeit wurde immer wichtiger, jede Minute umso kostbarer. Der Terminkalender voller, die Zeit knapper.

Zwischenzeitlich hatte ich mal die Uhr, mal jene Uhr. Die nächste Uhr, die mir etwas bedeutet hat, war dann die, die ich zu meinem Abitur geschenkt bekomme habe. Wieder einmal war ich stolz, denn sie war ein Zeichen des Neuanfangs. Neue, schickere Uhr – neue Zeitplanung für ein neues Leben.

Leider ist diese Uhr dann irgendwann schrecklich verkratzt gewesen und der Moment war da: zum ersten Mal bin ich komplett auf die digitale Uhr umgestiegen. Zwischenzeitlich hatte ich zwar auch mal diese Fitnessarmbänder (ehrlich gesagt aber nichts für mich, das Schrittezählen ist so ungenau und stresst enorm :-D). Doch hauptsächlich hatte ich die Uhr auf meinem Handy.

Unterschied von analoger und digitaler Uhr im Alltag

Mittlerweile habe ich also beides erlebt: die Uhr am Handgelenk und die Uhr auf dem Handy. Und ich habe erstaunliches festgestellt, was ich nun mit euch teilen möchte.

Wenn ich keine Uhr an meinem Handgelenk hatte, dann wollte ich natürlich trotzdem wissen, wie spät es ist. Manchmal braucht man das nicht, wie abends auf der Couch beispielsweise. Doch für den Alltag, wenn ich von einem Termin zum nächsten hechte, dann ist die Uhr für mich unabdingbar. Ich bin einfach gerne pünktlich und ich organisiere meinen Tag nach der mir zur Verfügung stehenden Zeit aus. Und genau da lag das „Problem“: ich habe mein Handy genutzt.

Zwischendurch immer wieder einen Blick darauf geworfen. Und schon war da die eine Nachricht, die ich doch noch kurz beantworten kann. Und dann noch der Anruf, wo ich vielleicht doch noch zurückrufen sollte. Und was ist das für ein neuer Like von einem Instagram-Post? Ich packe das Handy wieder weg – und habe komplett vergessen, dass ich ja eigentlich nur auf die Uhrzeit schauen wollte. Die ich nun nicht weiß. Also Handy erneut raus und ein Blick darauf werfen, diesmal aber wirklich nur auf die Uhrzeit.

Genau diese Situation hat sich mehrmals am Tag abgespielt und ich habe für mich festgestellt, dass ich immer mehr in der digitalen Welt „gefangen“ gewesen bin. Jeder Blick aufs Handy hat mir kostbare Zeit geraubt.

Bewundernswert, wer sich davon lossagen kann, aber sobald ich Meldungen und Nachrichten auf meinem Bildschirm sehe, habe ich automatisch das Bedürfnis nachzuschauen was das ist.

In Summe habe ich also viel mehr Zeit am Handy verbracht – obwohl ich mir eigentlich vorgenommen habe, diese Zeit zu reduzieren und für etwas anderes, sinnvolleres zu investieren.

Back to the roots

Deshalb habe ich nun wieder eine neue Armbanduhr. Und siehe da: ich schaue viel weniger auf mein Handy (da gibt es übrigens wunderbare Apps, um die Zeit zu „tracken“ – und glaubt mir, ihr seid schockiert, wie viel Zeit ihr doch über den Tag verteilt am Handy verbringt…).

Mittlerweile ist meine Uhr aber nicht nur ein Zeitmesser, sondern auch noch ein schönes Accessoire für den Alltag. Ein einfacher Pulli wird direkt aufgepeppt.

Diese Uhr gibt es hier zu kaufen: https://www.facebook.com/OWWeitzmannBellaJoya/

Ich persönlich finde es umso besser, dass meine Uhr aus meinem Wohnort stammt: von der Otto Weitzmann AG in Augsburg. Meine BELLA YOYA-Uhr ist sogar mit einem Echtheitszertifikat bei mir angekommen. Irgendwie ein schönes Gefühl, so ein kleines Schreiben zu bekommen, in dem steht, dass die Uhr professionell mit höchster Sorgfalt und unter strengsten Qualitätskontrollen gefertigt wurde. Ich muss gestehen, dass ich auch ziemlich wählerisch bin, was Uhren angeht. Irgendein Plastikarmband kann ich nicht auf Dauer tragen (früher hat mich das zwar nicht gestört, aber jetzt bin ich wohl doch etwas zimperlich :-D). Deshalb finde ich diese Bella Yoya Uhr von Weitzmann einfach wunderbar: ein Lederarmband, das sehr angenehm zu tragen ist. Und es ist sogar ein echtes Quarzuhrwerk! Ich glaube so eine besondere Uhr hatte ich bisher noch nie – selbst meine „Abitur-Bestanden-Uhr“ war um einiges einfacher und schlichter.

Weitzmann Uhren hat auch einen Online-Shop, eine eigene Facebook-Seite sowie einen Instagram-Account (@weitzmannwatches). Schaut doch einfach mal vorbei, wenn ihr auch gerade eine besondere Uhr sucht, die euch lange erhalten bleibt. So bekommt ihr auch wenn ihr nicht aus Augsburg kommt, ein Stück Tradition aus einer Augsburger Uhren-Manufaktur 🙂

Wenn ich jetzt so meine Uhr anschaue, dann bin ich froh, dass ich wenigstens in diesem Teil etwas von der digitalen Welt abrücken konnte. Ich verbringe schon so sehr viel Zeit am Computer und am Handy, durch Uni und durch meinen Blog. Da möchte ich wenigstens für „nur einen kleinen Blick auf die Uhrzeit“ nicht erneut Zeit für etwas Digitales aufwenden. Wie geht es da euch? Ich bin gespannt von euren Erfahrungen zu lesen 🙂


** INFO: Werbung! Dieser Post ist in Kooperation mit der Otto Weitzmann AG entstanden. Die Inhalte dieses Beitrags sind dennoch meine eigene Meinung. **

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

17 Kommentare zu „Analog oder digital? – Wie uns Uhren beeinflussen

  1. Die liebe Uhrzeit. Früher konnte ich nicht ohne Armbanduhr aus dem Haus gehen. Es ging einfach nicht. Ich fühlte mich nackt, verloren, hilflos. Hatte ich sie morgens einmal vergessen anzuziehen drehte ich sogar auf dem Weg zur Arbeit um sie zu holen – und ein zu spät kommen zu riskieren. Dann der Schnitt… Ich pilgerte im April 2015 auf dem Jakobsweg in Spanien und lernte den Faktor Zeit von einer anderen Seite kennen. Zeit ist für mich nicht mehr ein mechanischer, digitaler oder von der Astronomie bestimmter Zeitpunkt. Zeit ist für mich eher der Zeitraum, der mir für bestimmte Dinge (am liebsten die angenehmen und schönen) zur Verfügung steht. Zum Glück habe ich einen Job, in dem es nur selten auf Pünktlichkeit ankommt. Feste Termine sind für mich die Ausnahme. Das ermöglicht mir wahrscheinlich meinen neuen „Umgang“ mit der Zeit. Und noch etwas ist neu: Seit meiner Rückkehr vom Jakobsweg habe ich (für keine einzige Minute) keine Armbanduhr mehr getragen – und fühle mich wohl dabei. Diese liegen jetzt in einer Sammlerbox im Schrank. Vielleicht benötige ich sie ja eines Tages nochmal…?

    Gefällt 1 Person

    1. Wow, ein sehr inspirierender Kommentar, danke dafür!
      Deine Erfahrung durch das Pilgern muss wunderbar gewesen sein. Die Zeit mal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten können heutzutage nicht mehr viele. Umso besser, dass auch dein Job keine festen Termine erfordert. Ebenfalls sehr selten.
      Genieße diesen Umgang mit der Zeit 😊

      Brauchst du die Uhrzeit denn irgendwann im Alltag für Treffen mit Freunden z. B. und welche Uhr nutzt du dafür dann?

      Liebe Grüße
      Janne

      Gefällt 1 Person

      1. Nun ja, ganz ohne Uhr komm ich natürlich auch nicht aus. Der Wecker morgens ist das wichtigste, da mein Sohn ja noch pünktlich zur Schule muss. Allerdings habe ich den Wecker morgens bereits erfolgreich gegen meinen Hund getauscht 😁 (der weckt pünktlich um 6. Leider auch Sonntags 😆). Ansonsten gibt’s die Uhr im Auto auf dem Armaturenbrett, die Uhr an der Wand (Küche, Wohnzimmer), oder die Uhrzeit vom Moderator im Radio. Das reicht meistens aus, und wenn nicht, dann muss eben doch der Blick aufs Handy sein, vielleicht zwei oder dreimal am Tag – öfter nicht…

        Gefällt 1 Person

  2. Ein schöner Beitrag. Meine analoge Uhr ist seit einiger Zeit nicht in Betrieb, da die Batterie leer ist und ich es noch nicht geschafft habe, zum Uhrmacher zu gehen. „Noch nicht geschafft“ ist gut, dieser Zustand hält jetzt schon gut 1,5 Jahre. Jesses… Aber: Ich habe in dieser Zeit NICHT das Handy als Ersatz für die Uhr genommen. Ich habe gemerkt und gelernt, ganz gut auch ohne Uhrzeit durch den Tag zu kommen und auf meine innere Uhr zu hören. Dennoch wird es Zeit, meine Armbanduhr wieder zum Laufen zu bringen, denn ich liebe sie und sie ist ein ganz besonders schönes Schmuckstück für mich – schließlich trage ich sie (bis auf die letzten 1,5 Jahre) seit über 20 Jahren am Handgelenk.
    Viele Grüße
    Anni

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Anni,

      Danke für deinen Kommentar!
      Das ist ja interessant, dass du dann einfach an sich nicht mehr auf die Uhrzeit geschaut hast. Mir fällt das im Alltag, mit vielen getakteten Terminen, relativ schwer. Aber ich finde es sehr bewundernswert 😊

      Das ist ja das schöne an Armbanduhren, sie sind oft auch einfach ein schönes Schmuckstück. Gerade, wenn du sie schon so lange trägst, ist es etwas ganz besonderes.
      Dann schon mal gutes Gelingen, dass du dein Vorhaben umsetzt und die Uhr wieder zum Laufen bringst 😉

      Liebe Grüße
      Janne

      Gefällt 1 Person

      1. Mein Mann hat noch nie in seinem Leben eine Armbanduhr getragen und er nutzt sein Handy auch nur zum Telefonieren und Lesen, nicht aber, um auf die Uhr zu schauen. Er kommt so gut wie nie unpünktlich, denn die Straßen sind voll von Uhren und Menschen, die man zur Not auch mal fragen kann. 😉 Das bewundere ich schon auch und als die Batterie meiner Uhr leer war, wollte ich es mal ausprobieren. Sie fehlt mir eigentlich nur als Schmuckstück, ich trug sie sogar lange noch ohne, dass sie ging, das war dann nur doof, wenn ich nach der Uhrzeit gefragt wurde, schließlich trug ich ja einen Zeitmesser… 😀
        Schönen Sonntag und noch mal viele Grüße

        Anni

        Gefällt 1 Person

  3. Ich bin selber kein grosser Fan von Armbanduhren. Meistens nerven sie mich weil es mich dann an der Stelle juckt oder ähnliches. Obwohl ich mein Handy meistens nicht mitnehme, wenn ich das Haus verlasse, gibt es heutzutage an öffentlichen Plätzen genug Uhren, welche mir die Zeit sagen.
    Das Problem mit dem Handy hab ich schon selber mehrere mal erlebt. Ich wollte auf die Uhrzeit gucken und wurde von einer neuen Nachricht abgelenkt. Manchmal wird man einfach zu schnell abgelenkt. ^^
    Jedoch wäre ich gar nicht so begeistert, wenn ich eine Armbanduhr tragen würde. Ich würde die ganze Zeit auf die Uhr blicken und so das Gefühl bekommen, die Zeit würde langsamer voran gehen. Ich gehe lieber ohne Uhr aus dem Haus. ^^

    Rationalblog

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s