LYKKE – glücklich werden auf dänische Art

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„Unser Wohlstand bemisst sich nicht an der Größe unseres Bankkontos, sondern an der Särke unserer Bindungen, an der Gesundheit unserer Lieben und am Ausmaß unserer Dankbarkeit“ (Meik Wiking, LYKKE – Der dänische Weg zum Glück, Bastei Lübbe, 2017)

Da spricht mir Herr Wiking direkt aus der Seele. Und seinen Job hätte ich sowieso total gerne – aber das nur mal am Rande gesagt 😉 Er ist nämlich CEO des Hapiness Research Institute in Dänemark. Ich meine, wie toll muss es bitte sein, tagtäglich sich nur mit schönen Dingen wie Glück zu beschäftigen?

Aber zurück zum Thema: glücklich sein, bzw. glücklich werden. Die Dänen sind da wohl große Vorbilder, immerhin sind sie laut dem Happiness Report das glücklichste Land der Welt. Zwar bin ich der Meinung, dass sich Glück für jeden anders anfühlt und vor allem Menschen auch unter anderen unglichen Menschen zufrieden sein können. Aber davon abgesehen, machen die Dänen doch so einiges richtig – aus meiner Perspektive jedenfalls.

Schauen wir uns doch mal die Kategorien an, die Meik Wiking als ausschlaggebend aufführt, und überlegen uns gleich mal, wie wir genau so mehr Zufriedenheit in unser Leben bringen

Zusammen sein

Da kann ich nur zustimmen – für mich ist Gesellschaft einfach etwas wunderschönes. Seien es ein paar Freunde, die Familie oder auch nur nette Arbeitskollegen. Miteinander reden, lachen, diskutieren, auf der Couch lümmeln oder kochen: Alles macht mir in Gesellschaft gleich viel mehr Spaß und ich kann eindeutig sagen, dass ich dann auch glücklicher bin.

AKTIV WERDEN:

  • öfters gemeinsame Kochabende planen
  • wöchentliche Treffen starten –> z.B. jeden Montagabend
  • Brettspiele spielen
  • einfach mal anrufen und fragen, ob ein Freund gerne Gesellschaft hätte

Geld

Geld ist nicht alles – ja, der der Standardspruch. Und natürlich würde ich das auch zumindest teils bestätigen. Aber etwas Geld braucht man eben doch und vor allem vermittelt es ein Gefühl von Sicherheit. Aber gerade als Student ist das Geld immer knapp (naja, also bei mir jedenfalls :-D). Ein guter Umgang mit Geld ist also bestimmt sehr sinnvoll, um glücklich sein.

AKTIV WERDEN:

  • vor jedem Kauf überlegen, ob man es auch wirklich braucht – am besten noch etwas Zeit verstreichen lassen und schauen, wie oft der Artikel im Kopf herumgeistert
  • lieber etwas teureres und qualitativ hochwertiges kaufen und dafür weniger – das hält meist länger und man freut sich jedes mal darüber
  • Kauf als Belohnung – dir gefällt der schicke neue Mantel? Dann plane doch, ihn erst zu kaufen, wenn du ein Ziel von dir erreicht hast, so verbindest du beides und freust dich jedes Mal, wenn du den Mantel anziehst

Gesundheit

Was ist der tollste Job, das schönste Haus, eine Tasche voll Geld oder die neueste Kleidung – ohne Gesundheit, um genau das alles genießen zu können? Genau, nichts. Meistens merkt man erst, wie wichtig sie ist, wenn man das krank ist.

AKTIV WERDEN:

  • bewusst für Gesundheit dankbar sein
  • viel draußen unterwegs sein und frische Luft auftanken
  • ausreichend Entspannung

Freiheit

Selbst Entscheidungen treffen zu können, sich auch mal umentscheiden zu können und vor allem eine eigene Meinung haben zu können – Freiheit kann man auf die verschiedenste Art und Weise definieren. Aber auch wenn sie für jeden etwas anderes ist, so denke ich, dass sie für jeden ein elementares Element zum Glücklich sein ist.

AKTIV WERDEN:

  • öfters auch einfach mal Nein sagen, wenn man es auch so meint
  • Artikel mit der eigenen Meinung kommentieren
  • Freiraum schaffen – nicht jeden Tag und jede Stunde mit Terminen verplanen

Vertrauen

Vertrauen in Freunde oder auch in eine Religion – sie vermittelt Sicherheit und und vor allem Halt. Und gerade in dieser schnelllebigen Welt voller Chaos ist so ein Halt genau das Richtige, um sich wohlzufühlen. Manchmal bin ich regelrecht schockiert und überfordert von all dem Grauen und dem Misstrauen, das sich die Menschen entgegen bringen. Die Dänen lassen gerne mal ihr Kind im Kinderwagen draußen vor dem Café stehen, damit es weiterschlafen kann. Das ist Vertrauen und muss schön sein!

AKTIV WERDEN:

  • ermuntere dich immer wieder bewusst dazu, offen und ohne Misstrauen deinen Mitmenschen zu begegnen
  • vertraue Freunden an, wie es dir wirklich geht

Freundlichkeit

Oh ja, mein absolutes Lieblingsthema! Ich bin nämlich ein Mensch, der gerne mal einfach auf der Straße grüßt und Fremden ein Lächeln schenkt. Glaubt mir, es gibt nichts schöneres, als wenn sich der grimmige Gesichtsausdruck erst zu überrascht und dann zu lächelnd und glücklich verändert. Ein tolles Gefühl! Und auch ein paar nette Worte können so viel bewirken und nicht nur den Tag des Gegenübers, sondern eben auch den eigenen Tag versüßen.

AKTIV WERDEN:

  • öfters einfach mal lächeln
  • nette Kommentare auch z.B. mal für KassiererInnen
  • mit älteren Menschen ins Gespräch kommen (oft freuen sie sich ganz besonders über die Gesellschaft)

 

 

Hallo Herbst!

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Merkt ihr das auch? Es ist soweit!!

Die Sonne wirft lange, goldene Schatten, morgens ist es neblig und frisch, und – juchuuu – die ersten Kastanien liegen auf dem Boden! Auf die Gefahr hin, dass mir jetzt gleich mal ein paar Leser entfolgen werden: ich LIEBE den Herbst!

Und ich bin vor allem froh, dass der Sommer vorbei ist. Naja, genauer gesagt die Hitze dieses Jahr. Es ist ja nicht so, dass ich etwas gegen Sommer habe. Ganz im Gegenteil, denn am See zu liegen, Eis zu essen, zu grillen und abends länger draußen sitzen zu können, mag ich alles sehr gerne.

Aber als Spaziergang-Liebhaberin freue ich mich immer umso mehr auf den Herbst. Denn im Sommer ist es mir meist zu heiß, um stundenlang draußen herumzuschlendern – gerade dieses Jahr (hallo?! 38°C ist doch nun wirklich etwas übertrieben, oder?).

Doch jetzt kann ich wieder losziehen. Das Headset in den Ohren, gute Musik an, bequeme Schuhe, eine leichte Jacke – und so kann ich locker 1 1/2 – 2 Stunden herumlaufen. Am liebsten gehe ich dazu natürlich in den Wald, doch auch durch die Gassen in der Stadt zu schlendern, kann etwas haben. Die Bäume werden bunt und die Luft ist klar und herrlich frisch. Endlich durchatmen!

Ich liebe die goldene Herbstsonne und den mysteriös wirkenden Nebel am Morgen. Und ich liebe auch manchmal die verregneten Tage, an denen ich mich mit Tee und einem guten Buch in eine Kuscheldecke hineinlümmel und stundenlang lese, während der Regen beständig auf die Fenster prasselnd.

Bei den für mich persönlich angenehmeren Temperaturen werde ich wieder richtig aktiv und vor allem kreativ. Anscheinend hat die frische Luft wie einen „Durchpuste-Effekt“ bei meinem Gehirn 😀

Jetzt heißt es also: wieder viel spazieren gehen und vor allem Kastanien sammeln! Wer liebt Kastanien noch so sehr wie ich? 😉

Mehr erleben

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Meine Freunde würden mich wohl als etwas verrückt, ziemlich aufgedreht und aktiv bezeichnen – und so gerne ich auch Zuhause bei Kerzen und tausenden von Lampen, schnulziger Musik und in Kuscheldecke eingewickelt, zeichne oder lese; ich würde ihnen definitiv zustimmen.

Das ist zwar wohl einfach ein Charakterzug von mir, aber manchmal entscheide ich mich auch bewusst dazu. Denn ich stelle mir die Frage:

Woran werde ich mich in 15 Jahren erinnern?
An den Abend Zuhause oder den Kaffee im Café? Oder doch eher an verrückte Aktionen oder kleine Abenteuer?

Jap, ganz eindeutig: an letzteres 😉

Und so entstehen dann Aktionen wie z.B. nachts sich auf eine Kiesbank im Fluss zu setzen und dort Musik hören und Wein trinken – und sich dann danach noch im Macces einen Nachtsnack zu gönnen.

Oder einfach mal so lange aufzubleiben, um den Sonnenaufgang abzuwarten.

Oder in aller Frühe bei Regen in die Ostsee springen und eine Runde schwimmen gehen.

Oder irgendwelche neue Orte entdecken, neue Menschen kennenlernen.

Es gibt so viel zu staunen und so viel zu erleben, wenn man sich nur mal traut und einfach macht. Denkt nicht zu viel nach, plant nicht zu viel, sondern lebt! ❤

Meeresliebe

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Man will immer das, was man nicht hat, oder? 😉
Naja immer ist vielleicht doch etwas übertrieben, aber zumindest sehr häufig. Bei mir gehts um das Meer… Ich bin ja in Bayern geboren und dort auch aufgewachsen – und zwar ziemlich im Süden und nah an den Bergen. Und während viele aus dem Norden extra zu uns fahren, um endlich in den Bergen wandern oder Skifahren gehen zu können, sind wir früher jedes Jahr an die Ostsee gefahren. Kennt ihr die Insel Fehmarn? Ist eine süße kleine Insel, die für mich mittlerweile fast wie eine zweite Heimat geworden ist, weil wir früher jeden Sommer dort verbracht haben (natürlich mit dem Wohnwagen 😉 ) und dort eine wunderschöne Zeit hatten 🙂

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Und immer wieder sehne ich mich nach dem Meer… Damit meine ich aber nicht das warme Meer im Süden, sondern sowohl die raue Nordsee als auch die eher ruhigere Ostsee – hauptsache viel Wind und eher kälteres bis kaltes Wasser. Ich liebe es den Wind um meine Ohren wehen zu lassen, die klare und salzige Luft, diese Weite… Mich zieht es immer wieder in den Norden. Deshalb war ich schon auf den nordfriesischen Inseln, in Schweden, Norwegen, auf Fehmarn… und DIESES MAL: auf Rügen!

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Diesen Sommer bin ich mit meinem Vater (der erste Papa-Tochter-Urlaub 😀 😀 ) im Wohnmobil auf Rügen. Für uns bedeutet das 1.000km Anfahrt und dann wieder 1.000km Rückfahrt. Hilfe 😀 Ziemlich lang, aber es hat sich so gelohnt. Ich habe mich echt in diese wunderschöne Insel verliebt. So eine tolle Natur, sie hat einfach alles. Traumhafte Sandstrände, genauso schöne Steinstrände, dichte Wälder, starke Hügel, Steilküsten, weite Felder…. Einfach schön!!! Wir hatten eine tolle Zeit dort oben und wieder einmal habe ich gemerkt, dass ich – obwohl im Süden geboren und aufgewachsen – einfach ein kleines Nordlicht bin 😉

 

Zieht es euch auch an andere Orte, die ziemlich genau das Gegenteil von eurer Heimat sind?

Wohin würdet ihr gerne mal in eurem Leben ziehen?