Schau mal genauer hin

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Wie oft rennen wir durch unseren Alltag, fast blind vor all den Dingen, die uns umgehen?

Unser Fokus ständig auf die Zukunft gerichtet, auf die Berge von Aufgaben, die noch vor uns liegen. Oder wir stehen mit einem Fuß noch in der Vergangenheit, können von uns von ihr noch nicht so recht loslösen – und kommen gar nicht erst in der Gegenwart an.

Wagen wir mal ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn du heute – nur für einen Tag – dich vsowohl von der Zukunft etwas abwendest, als auch von der Vergangenheit etwas löst?

Was wäre, wenn du heute alles was du tust, auch mit deiner vollen Aufmerksamkeit machst? Beim Geschirrspülen das Wasser und seine Wärme wahrnimmst, beim Haare kämmen die Bürste auf der Haut spürst, beim Spazieren deine Füße bemerkst… Und vor allem: Deine Umgebung auch wirklich beachtest?

So entdeckst du Schönheit um dich herum, wie diese kleine Schwebefliege auf einer Rose auf meinem Foto oben. 🌹

Oder auch ein nettes Lächeln einer Person, die gerade an dir vorbeigeht.

Sei achtsam, im Moment, und genieße! 😍

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Weg mit der Kälte!

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Vor ein paar Tagen war ich spazieren – noch bei Schnee und absoluter Kälte. Aber gute Laune hatte ich trotzdem – denn ich wusste schon da, dass das Wetter bald endlich mal besser werden sollte 😉

Noch jemand von der Fraktion „Schnee gerne – aber eigentlich nur an Weihnachten und danach ists auch schon wieder gut“ ?? 😀

Irgendwie hab ichs nicht so mit der Kälte. Liegt wohl daran, dass ich eine ziemliche Frostbeule bin. Will heißen: ein paar Minuten draußen bei Minusgraden und gefühlt jede Zelle meines Körpers meldet sich lautstark und versucht mich dazuzubewegen, ganz schnell wieder zurück auf die Couch zu gehen – eingewickelt in Kuscheldecke und versorgt mit Tee.

Kein Wunder, dass Winterspaziergänge bei mir dann doch eher selten sind. Wenn es sein muss, dass ich mein geliebtes Kissenlager verlasse, dann möglichst nur ganz kurz – und möglichst schnell wieder zu einem anderen warmen Ort. Es gibt doch nichts ungemütlicheres als ein kaltes Zimmer, oder?

Genau. Sehe ich auch so. Vielleicht sollte ich meiner Hochschule mal einen Brief (oder heutzutage vielleicht doch eher eine Mail) schreiben und meine Bedenken bezüglich der etwas zu niedrig angesetzten Raumtemperatur äußern. Das stellt nämlich eine akute Gefahr für den „viel-zu-kalt-für-Vorlesung-ich-bleib-daheim“-Infekt dar! 😉

FLORENZ – Teil 3: Leben in einer Gastfamilie

Aller guten Dinge sind drei, nicht wahr? 😉

Und deshalb nun der dritte, und letzte Teil meiner Florenz-Reihe. Nachdem ich euch ein paar Tipps für Restaurants gegeben habe und euch auch meine Lieblingsorte vorgestellt habe, möchte ich nun einfach eiimages.jpgn bisschen darüber quatschen, wie es so war, drei Wochen in einer italienischen Gastfamilie zu leben.

Ist zwar Europa, aber trotzdem oft anders als in Deutschland – immer wieder lustig, jedoch auch immer wieder eine kleine Herausforderung 😉 Außerdem möchte ich ein bisschen auf die italienische Lebensart allgemein eingehen, jedenfalls auf das, was ich hier erlebt habe (kein Anspruch auf Vollständigkeit! :-D).

  • Begrüßung
    • Von Italienern sagt man ja meist, dass sie herzlich, offen, laut und enthusiastisch sind. Genau so wurde ich auch von meiner Gastmutter begrüßt. Küsschen, Umarmung, Kopf getäschelt… Das volle Programm 😀
      Und auch zwischendurch gab es immer wieder einen Kuss, einen Schulterdrücker oder sonst irgendein Zeichen der Zuneigung. Manche mögen das natürlich nicht unbedingt, aber ich bin ganz genauso und habe mich einfach wohl auf gut aufgehoben gefühlt 😉

 

  • Zimmer
    • Mein Zimmer war wirklich super gemütlich! Naja, also von der Einrichtung her. Aber von der Temperatur… Natürlich war es dem schlechten Wetter geschuldet, aber mein Zimmer war einfach nur eiskalt. Bei den hohen Decken in den alten Häusern ist auch schwierig, richtig zu heizen – gerade weil die Fenster in keinster Weise unserem deutschen Standard entsprechen. Ich hatte nicht mal eine richtige Heizung in meinem Zimmer 😀
      Meine Gastmutter hat mir außerdem einmal erzählt, dass sie von der Stadt aus gar nicht mehr heizen dürfen, aus ökologischen und ökonomischen Gründen. Tja, also habe ich meine Zeit eingekuschelt in meinem Bett verbracht 😉

 

  • Frühstück
    • Entweder gar nichts, oder nur Espresso + Pasta (nicht die Nudeln, sondern ein süßes Gebäckstück).
      Irgendwie nicht so mein Frühstück, ich hatte in der ersten Woche mittags immer soooo einen großen Hunger. Also habe ich mir dann für den Rest meiner Zeit in Italien einfach Haferflocken etc. zugelegt und mir mein eigenes Frühstück gemacht. Also ich weiß nicht, wie die Italiener das aushalten, aber ich brauche ein gescheites Frühstück, um über den Vormittag zu kommen 😀

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  • Mittagessen
    • Normalerweise gibt’s nur schnell irgendwo ein Panino und dann wars das erstmal. Abends wird ja wieder groß geschlemmt.
      Auch hier nicht unbedingt mein Rhythmus. Ja, abends gabs immer viel. Aber trotzdem war das ja erst abends! Und zwischen 13 Uhr bis 20 Uhr liegen doch ein paar Stündchen… Also bin ich mittags dann auch einfach essen gegangen. Ging natürlich gut ins Geld, aber ich musste mich stärken, um überhaupt den ganzen Nachmittag über Sehenswürdigkeiten und Museen anzuschauen 😉

 

  • Abendessen
    • Das typische italienische Abendessen, wie man es so kennt (mehrere Gänge, viel Wein…), gab es bei uns gar nicht. Ich war allerdings auch mit 6 anderen Stundenten in meiner Gastfamilie, da wäre das wohl auch etwas zu teuer 😉
      Unsere Gastmuter hat uns meist zwei Gerichte zubereitet und von denen durften wir uns nehmen, so viel wie wir wollten. Eine halbe Stunde saß sie mit dabei, dann waren wir meist unter uns und haben auf Englisch gequatscht (kein Wunder, wenn Mexikaner, Amerikaner, Spanier, Chinesen und Deutsche gemischt sind :-D).
      Meine Gastmutter ist wirklich ein Schatz und sie hat sich immer sehr viel Mühe gegeben – aber kochen konnte sie leider nicht 😀 Die Pasta war weeeeeit entfernt von aldente (eher eine matschige Masse), es gab einfach wahllos irgendetwas mit Würstchen dazu, und Gemüse wurde sowieso nie serviert (oder mal als eine Stange Spargel in einem ganzen Auflauf versteckt). Satt geworden bin ich trotzdem, auch wenn ich etwas anderes erwartet und auch erhofft hatte 😉
      Einmal gab es Risotto – das war wirklich klasse!!! Aber sonst eher so lala… 😀

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  • Kaffeepausen
    • Der Kaffee am Nachmittag mit einem Stück Kuchen… Joa, das kennt man aus Deutschland. Doch hier in Italien? Nope. Fehlanzeige.
      Kaffee? Oh ja, auf jeden Fall!
      Am Nachmittag? Hilfe, nein!
      Ich hatte schon hitzige Diskussionen über die richtige Kaffee-Zeit mit Italienern und alle waren sich einig: morgens ein Espresso oder für die Damen im Lande auch ein Cappuccino. Vormittags vielleicht noch für eine kleine Pause. Doch dann wars das. Und wenn nach dem Abendessen noch ein Espresso serviert, dann ist das auch wunderbar – aber bitte NIEMALS einen Cappuccino!
      Haha, also wieder was dazugelernt 😀
      Aber eine Sache ist hier einfach super: Egal wo, egal wie klein die Kaffeebar sein mag – fast überall gibt es wirklich richtig guten Kaffee aus herrlichen Siebträgermaschinen (neeeeidisch :-D).
      Und das Beste kommt noch: Ein Espresso = 1 € !!!
      [nur ganz selten mal 10 bis 20 Cent mehr] Ein Cappuccino kostet meist 1,20-1,50€ – ein absoluter Traum für Kaffeeliebhaber wie mich 😉

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  • öffentliche Verkehrsmittel
    • Ich weiß nicht, wie es in anderen Städten in Italien ist – aber in Florenz war es doch etwas komplizierter, als anfangs gedacht 😀
      Ich bin an meinem ersten Tag am Flughafen angekommen und konnte gleich mit einem Bus direkt in die Innenstadt zum Hauptbahnhof fahren. Das hat wunderbar funktioniert. Doch dann ging es los. Etliche Bushaltestellen, keine Ahnung, wo jetzt welcher Bus fährt – außer man läuft jede einzelne ab. Trubel, Menschengewirr, und ganz wichtig: das Ticket gibt es irgendwo im Bahnhof oder in kleinen Geschäften, aber NICHT im Bus! Der Busfahrer konnte kein Wort Deutsch oder Englisch – tja und ich kein Italienisch. Also hatte ich keine Ahnung, wann ich wo raus muss (man muss nämlich selbst immer drücken, ansonsten fährt der Busfahrer einfach weiter). Zum Glück gibt es Google Maps und GPS, stimmts? 😉 Als ich ungefähr in der Nähe meiner Gastfamilie war, habe ich auf gut Glück den Knopf gedrückt und bin den Rest einfach gelaufen.
      Die restlichen drei Wochen bin ich kein einziges weiteres Mal mit dem Bus gefahren – einerseits habe ich es GELIEBT, durch die hübschen Gassen zu laufen, andererseits sind die Fahrpläne relativ unverbindlich 😉
      Insbesondere abends, wie wir meine Gastmutter erzählt hat. Da kanns auch einfach mal sein, dass der Busfahrer keine Lust mehr zu fahren hat. Wieso auch nicht? Ich kanns ihm nicht übel nehmen – ich bin ja auch lieber mit Freunden unterwegs 😉

 

Das waren jetzt ein paar der Punkte, die mir besonders aufgefallen sind. Es gibt natürlich noch so einiges, das anders läuft als in Deutschland, das witzig war (gerade weil ich am Anfang einfach kein einziges Wort Italienisch konnte – außer Hallo, Tschüss und Pizza und Pasta :-D). Aber belassen wir es erstmal dabei, ist schon genug Text geworden 😉

Was habt ihr für Erfahrungen mit Italien gemacht, sei es im Urlaub, oder auch durch das Leben in einer italienischen Gastfamilie? Ich bin gespannt davon zu lesen! 🙂

FLORENZ – Teil 2: Besondere Orte

Natürlich war ich nicht durchgängig während meines Sprachurlaubes essen (obwohl… eigentlich tatsächlich doch einen Großteil meiner Zeit.. :-D).

Florenz hat unvorstellbar viele Museen und Sehenswürdigkeiten zu bieten – da reichen die ein, zwei Tage, die die meisten Besucher hier verbringen, bei weitem nicht aus. Zum Glück hatte ich etwas mehr Zeit 😉 Und so durcte auch einfach mal durch die Straßen schlendern sein, ohne großes Programm.

Dabei habe ich wundervolle Orte entdeckt, welche ich euch nun ebenfalls zeigen möchte – natürlich plus ein paar der Sehenswürdigkeiten, die mir besonders gut gefallen haben 😉

  • Piazzale Michelangelo
    • Keine Angst vor dem „Aufstieg“, so steil und anstrengend wie es anfangs aussehen mag oder wie manche sagen, ist es wirklich nicht. Und die Aussicht dafür umso schöner! Auf einem großen Platz, mit einem Brunnen in der Mitte, kann man die ganze Stadt und den Fluss Arno überblicken. Unbedingt machen, gerade bei gutem Wetter!!

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  • Galleria degli Uffizi
    • Am besten ihr kauft die Karten einen Tag im Voraus oder online – so müsst ihr euch nicht anstellen (insgesamt ein Typ für sehr viele Sehenswürdigkeiten in Florenz, gerade zur Sommerzeit).
      Hier erwarten euch etliche Gemälde und auch wunderschöne Räume und Skulpturen. Am besten ihr nehmt auch einen Audioguide, damit ihr etwas über den Hintergrund der ausgestellten Stücke erfahrt – fand ich persönlich sehr interessant.

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  • Bargello
    • Hier war ich absolut begeistert!! So viele tolle Ausstellungsstücke! Ich persönlich mag ja Statuen, Skulpturen und alle möglichen anderen Dinge wie z.B. Schmuck o.ä. um einiges lieber als Gemälde – wem es genauso geht, der ist hier auf jeden Fall richtig! Ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen, und das bei relativ geringem Eintritt in Vergleich zu anderen Sehenswürdigkeiten.

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  • Piazza Pitti
    • Natürlich kann man auch in Palazzo rein, aber ich habe einfach nur den einzigen sonnigen Tag während der drei Wochen genossen, indem ich auf den Stufen davor saß und das Treiben beobachtet habe. An schönen Tagen bekommt man herrlich ein Gefühl für den italienischen Lebensstil, am besten auch gleich mal eins der Cafés ausprobieren und einfach für Stunden dort verweilen und am Cappuccino nippen… wunderbar! (auch wenn der Capuccino vielleicht mal etwas mehr kostet 😉 )

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  • Piazza del Duomo
    • Hier war ich gefühlt jeden Tag mindestens einmal – von hier gehen nämlich viele Einkaufsstraßen weg (und ja, es gibt auch Läden, die nicht so teuer sind, sondern eher Kategorie H&M – und ja, die hab ich halb leer gekauft 😀 ).
      Einen Besuch des Doms kann ich auch empfehlen – ein Tipp von mir: Geht während einer Messe an einem Wochenende hin. Dann kommt ihr kostenlos rein und könnt währenddessen ganz gemütlich im Sitzen, die Fresken bestaunen.

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  • Farmacia di Santa Maria Novella (in Via della Scala)
    • Die wohl schönste Apotheke, die ich jemals gesehen habe! Diese historischen Räume sind einfach wunderschön und es duftet wunderbar nach verschiedenen Parfums, Seifen, usw.
      Eintritt ist kostenlos – aber definitiv nicht umsonst!!

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  • Kaufhaus Rinascente mit Aussichtsplattform
    • Ich will jetzt keine Werbung für ein Kaufhaus machen. Aber geht da unbedingt mal rein – nur um ganz nach oben zu fahren und dann den Ausblick auf der Terrasse des Cafés zu genießen! Ganz ganz toll! 🙂

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  • Ponte Vecchio
    • Dies ist eine wunderschöne, alte Brücke, die insbesondere von außerhalb am besten anzuschauen ist (wenn man drauf steht, dann merkt man gar nicht, dass das eine Brücke sein soll :-D)

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  • und einfach alle kleinen Gassen 😉
    • Florenz ist an sich schon wie ein Museum. Also schlendert einfach mal herum, genießt die süßen Gassen, entdeckt kleine Geschäfte (gerade was selbstgeschöpftes Papier oder Leder angeht, gibt es hier unzählige) und lasst euch treiben. Muss bei einem Italien-Urlaub auch unbedingt sein!

 

Natürlich gibt es noch etliche weitere tolle Orte, aber diese paar sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Wenn ihr mal nach Florenz fahrt, dann schaut sie euch doch mal an und schreibt, wie sie euch gefallen haben – oder ergänzt meine Liste mit anderen, für euch ganz wichtigen Dingen. Bin gespannt, was ihr so empfehlen könnt! 🙂