Zeit nehmen

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„Zeit, die wir uns nehmen,
ist Zeit, die uns etwas gibt.“
– Ernst Ferstl –

Der österreichische Lehrer und Schriftsteller hat damit einfach recht.

Lasst uns ein Gedankenexperiment wagen. In der ersten Variante, die du vielleicht sogar sehr gut kennst, erledigst du tagtäglich deine Aufgabe. Eine nach der anderen. Du möchtest möglichst viel schaffen, die Punkte auf deiner To-Do-Liste abhaken, um dieses kleine Erfolgsgefühl zu bekommen. Zeit ist eher etwas stetig zu knappes, etwas das optimiert werden sollte, um immer mehr in einen Tag hineinzupressen.

Nun drehe die Uhr ein paar Jahre in die Zukunft. Du wirst weiterhin dein Leben danach richten, dass du immer möglichst viel abhakst. Immer weiter. Tag für Tag. Monat für Monat. Jahr für Jahr. Und da stehst du nun, 10 Jahre in der Zukunft, und blickst auf heute zurück. Lässt die ganzen verstrichenen Jahre in deinen Gedanken Revue passieren.

Und jetzt stelle dir die Frage: Was genau hast du eigentlich gemacht? Hast du wirklich gelebt? An was erinnerst du dich? Sind das tatsächlich die einzelnen kleinen Dinge, die dir so wichtig erschienen sind und die du tagtäglich pflichtbewusst abgehakt hast?

Lass mich raten: Ich denke eher nicht.

Natürlich soll das jetzt hier kein Aufruf sein, dass du dein komplettes Leben auf einmal umkrempselt und nur noch ohne Uhr, Zeit oder Plänen lebst. Aber ich möchte zum Innehalten und Nachdenken anregen.

Denn lass uns das Gedankenspiel mal umdrehen. Angenommen du handelst eben genau nicht so, wie ich es beschrieben habe. Du nimmst dir die Zeit. Du nimmst dir Zeit, um im stressigen Alltag (dem meiner Meinung nach fast keiner in unserer westlichen Welt wirklich entkommen kann) zur Ruhe zu kommen. Eine kleine Auszeit. Lässt dich treiben, schaust, worauf du Lust hast.

Und da kommen wir zu dem Zitat vom Anfang zurück: diese kleine Auszeit, die du dir nimmst, ist unglaublich viel wert und sie gibt dir sehr viel. Sie gibt dir nicht nur die Möglichkeit zur Entspannung einmal Durchatmen, sondern nur durch genau solches Innehalten, können deine Fantasie und Kreativität wieder funktionieren und du kannst viel eher herausfinden, was du wirklich willst im Leben und was dir wichtig ist.

Deshalb: Nimm dir Zeit – gerade wenn du denkst, dass du überhaupt keine Zeit mehr hast, solltest du zumindest ein paar Minuten einfach mal nur atmen.

(Semester-)Ferien – endlich Zeit! Aber für was??

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Okay, einfach tief durchatmen… denn jetzt kommt ein Luxusproblem von Schüler oder Studenten, die mit etlichen freien Wochen Ferien konfrontiert werden 😉

Erst jammert man herum, hakt jeden einzelnen,  quälend langsam vergehenden Tag ab, bis endlich frei ist. Doch dann steht man da. Frei. Nichts zu tun.

Gerade bei mir in den Semesterferien machen sich viele Freunde auf den Weg zu ihrem Heimatort und verschwinden regelrecht von der Bildfläche. Und nach den ersten paar Wochen habe ich dann auch immer alles ausprobiert und endlich mal gemacht, was ich schon so lange tun wollte: die Freunde treffen, die noch da sind, abends weggehen, den ganzen Vormittag im Bett verbringen, Frühstücken gehen, ein Buch nach dem anderen lesen, die Nachmittage mit Filmen füllen… Und ja, es IST absolut herrlich.

Doch dann ist es soweit: das große Loch!!!

Irgendwann ist alles erstmal getan und plötzlich fühlen sich die Tage ewig an, wollen gar nicht mehr vorüber gehen und ich sitze manchmal etwas planlos herum, langweile mich etwas und beginne meine täglichen Café-Besuche dann doch etwas zu hinterfragen 😉

Aber wisst ihr was? Es gibt immer noch viel zu tun! Denn genau jetzt können wir die Sachen erledigen, zu denen wir im normalen Alltag einfach meist gar nicht kommen. Und sie machen nicht nur Spaß, sondern sind regelrecht befreiend.

Meine Inspirationsliste für euch: (ergänzt sie natürlich gerne um eigene Ideen)

  • Kleiderschrank ausmisten, nicht gebrauchtes verkaufen / verschenken
  • Kosmetiksachen aussortieren
  • Schminksachen säubern
  • nicht mehr funktionierende Stifte aussortieren
  • Unterlagen aussortieren
  • Outfits überlegen und eventuell ein Lookbook erstellen
  • ein Fotoalbum basteln
  • Schuhe gründlich säubern (z.B. Chucks waschen)
  • neue Lieblingsplaylist erstellen
  • Maske, Haarkur etc.
  • Ziele für das nächste Jahr überlegen
  • eventuell Bücherschrank etwas aussortieren und manche Bücher verkaufen
  • usw.

Ihr merkt, das sind alles Dinge, die man nicht jeden Tag tut und auch gar nicht tun kann. Genau solche Sachen können wir endlich in Angriff nehmen, wenn wir mal zu viel freie Zeit haben. Was fällt euch denn noch so ein? Ich bin gespannt von euren Vorschlägen zu hören 🙂

Einfaches Avocado-Brot

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Du willst morgen gut gestärkt in den Tag starten? Dann gehts dir wie so vielen. Doch dann fehlt die Zeit, die Lust… Ja, es gibt viele Ausreden.

Aber genau genommen gelten die alle nicht! Denn es ist so einfach, sich ein leckeres und nahrhaftes Frühstück zu zaubern 🙂

Ja okay, ich mache sehr gerne und sehr oft auf dem Weg zur Uni einen Stopp beim Bäcker. Riecht super lecker dort und irgendwie mag ich es, mich mit den VerkäuferInnen kurz zu unterhalten und dann den Tag beginnen zu lassen.

Aber ich weiß selber, dass meist die belegten Brote dort um einiges teurer sind, als wenn man es selbst belegen würde. Deshalb nun ein super einfaches und super leckeres Rezept für euch, wie ihr euch ein gutes Frühstück machen könnt:

Zutaten (für 1 Portion)

  • 1 1/2 – 2 Scheiben Vollkornbrot
  • 1 kleine Avocado
  • 1 EL Frischkäse
  • Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Tomate

Zubereitung:

  1. Toaste das Vollkornbrot an – mein kleiner Tipp für dich. Denn so ist das Brot noch etwas warm und die Konsistenz schmeckt mir persönlich besser als wenn es ungetoastet ist 😉
  2. Schäle die Avocado und schneide sie in Stücke.
  3. Zerdrücke diese in einer Schüssel und gebe den Frischkäse hinzu. So lange drücken und verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
  4. Kräftig mit Salz würzen, etwas Pfeffer und einen Spritzer Zitronensaft hinzugeben.
  5. Die Avocadocreme auf dem Brot verstreichen.
  6. Eine Tomate in Scheiben schneiden und darauf verteilen.
  7. Je nach Belieben nochmals würzen und dann genießen 🙂

 

Endlich Urlaub, endlich frei! – Die Urlaubstypen

Endlich Urlaub, endlich frei. Diese freie Zeit will jeder bestmöglich nutzen – mit unterschiedlichen Vorlieben.

Bald ist es wieder soweit: Die nötigen Habseligkeiten werden eingepackt und auf geht es in den wohlverdienten Urlaub. Doch mittlerweile gibt es ein so großes Angebot, dass es schwer fällt, sich für eine Variante zu entscheiden. Bestimmte Vorlieben hat jedoch jeder – die gängigsten Urlaubstypen stelle ich euch nun vor 😉

Berge

  • Der Abenteurer

Herumliegen und Nichtstun? Das Gesicht verzieht sich voller Abscheu. Verschwendete Zeit! Die Arbeit im Büro ist doch alltäglich genug, jetzt will er endlich etwas erleben! Voller Stolz auf seine Genügsamkeit, quält er sich mit einem Monstrum von Rucksack auf dem Rücken durch steile Gebirgsketten, springt von schwindelerregend hohen Brücken, oder liegt nach einer exotischen Essenstour mit Magengrummeln im Bett. Aber es war wenigstens etwas Besonderes!

 

  • Der Faulenzer

Die Sonne prickelt auf seiner Haut, der Schweiß rinnt ihm Stirn und Nacken herunter. Aber die Frisur sitzt! Ein Erfrischungsgetränk steht ebenfalls bereit, sollte es beim Brutzeln dann doch etwas zu heiß werden. Nun, das Buch dient eher nur als Dekoration, immerhin will er ja endlich einfach mal entspannen – Lesen ist mit diesem Hintergrund eben meist zu anstrengend. Die Tage ziehen sich zäh wie Kaugummi, der Sand hat sich bereits in jede kleine Lücke von Kleidung und Tasche eingenistet… Ach was, diese Ruhe am Strand mit den Großfamilien, Animationen und musikhörenden Teenagern macht alles wieder wett.

Kreuzfahrtschiff

  • Der Natürliche

Der Urlaub bricht an, die Augen beginnen voller Vorfreude zu leuchten. Zwar steht keine Reise ans andere Ende der Welt an, aber dahin muss es für einen guten Urlaub ja auch nicht gehen. Nun wird also ein nettes Land bereist, entweder mit Zwischenhalt bei urigen Hotels oder sogar mit dem eigenen Wohnmobil. Die perfekte, individuell wählbare Mischung aus Sightseeing, Entspannung, Baden, Abenteuer usw. Aber halt! Das sollte man ja auch noch gesehen haben und da wollte man doch unbedingt ebenfalls hin! Der Stress kommt eben nicht immer von außerhalb…

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  • Der Camper

Auto bepackt, ab zum Dauerstellplatz für den Wohnwagen um die Ecke. Jogginghose und Crocs stehen nun auf der Tagesordnung, statt Anzug und Krawatte. Draußen frühstücken, draußen zu Mittag essen und dann abends noch grillen – zwischendrin? Da muss ausgiebig mit den Nachbarn und zugleich Konkurrenz gequatscht und über die beste Ausstattung der kleinen fahrbaren Häuschen gefachsimpelt werden. Doch Achtung, war da nicht das Kochen das Abwaschen und all der andere Alltagstrott…?

 

Egal für welchen Urlaub man sich letztendlich entscheidet – sei es Zelten, eine Städtereise oder eine Ayurvedawoche im exotischen Ausland – Hauptsache jeder kommt mit ausreichen Energie wieder zurück in den Alltag, die Tage zählen bis zur nächsten freien Zeit.