[Rezension] Die Journalistin – Die Macht der Worte

Heutzutage sind viele Frauen im Journalismus beschäftigt und schreiben wunderbare Texte für Tageszeitungen, Magazine etc. Doch das war nicht immer so! Für das Spanien um 1900 war das noch undenkbar. Eine Frau, die in der Zeitung arbeitet? Aber genau das will Elisa.

Titel: Die Journalistin – Die Macht der Worte

Autorin: Mará Reig

Verlag: Goldmann

Preis: 11,00 € (Klappenbroschur)

ISBN: 978-3-442-49094-3

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Elisa kommt als kleines Mädchen zu ihrer Tante und wächst in einem vermögenden Haushalt inmitten von Madrid auf. Sie lernt mit der Zeit die Umgangsfrauen und wir zu einer richtigen Dame – dem äußeren Anschein nach zumindest. Denn in ihrem Inneren ist sie schon immer ein kleiner Rebell gewesen. Sie hat sich den Regeln ihrer Tante widersetzt und hat auch nun etwas Rebellisches vor: Sie möchte als Journalistin arbeiten! Um irgendwie Fuß zu fassen, bringt sie den Chefredakteur einer spanischen Tageszeitung dazu, sie als ehrenamtliche Mitarbeiterin zu beschäftigen. Nur im Sekretariat, aber Elisa bekommt auch so einiges mit. In ihr reifen Texte, die vor Bildern und schönen Worten nur so strotzen. Doch veröffentlichen als Frau? Unmöglich! Also verwandelt sie sich kurzerhand in eine andere Person, was allerdings einige Komplikationen mit sich bringt …

Ein mitreißender Roman und ein Plädoyer fürs Schreiben

Dieser Roman hat etliche Seiten und dennoch wird es nie langweilig. Es ist ein Roman, der einen einfach in den Bann zieht. Schon nach den ersten Seiten war ich inmitten von Madrid, in den lebendigen Straßen, mit all den Düften und Geräuschen. Die Sprache der Autorin ist nicht nur angenehm, sondern ganz wunderbar, um diese Welt zum Leben zu erwecken. Elisa ist mir direkt ans Herz gewachsen. Ihre mutige Art hat mich inspiriert und zum Lachen gebracht. Ihr Charakter ist sehr facettenreich beschrieben, mit all den Widersprüchen, die jeder Mensch in sich trägt. Genau deshalb wirkt sie auch so authentisch und liebenswert.

Die Geschichte ist fesselnd und der Spannungsbogen ist ein einziges Auf und Ab. Manchmal habe ich bis spät nachts lesen müssen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen und musste unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich konnte es kaum glauben, als dass Buch irgendwann zu Ende war, weil es gefühlt doch so schnell ging. Das offene Ende, der Spoiler, oder sagen wir eher die unfertige Geschichte, hat mich atemlos zurückgelassen und ich kann es kaum abwarten, dass es bald weitergeht. Dieses Buch ist ein Plädoyer für guten Journalismus und die Leidenschaft fürs Schreiben. Es ist ein Unikat und absolut zu empfehlen.

Verfasst von

Komm mit in meine kleine, bunte Welt! Ich lass dich an meinen Gedanken über das Leben teilhaben und stelle dir meine neuesten Bücher vor. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

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