[Rezension] Der Schokoladen Pavillon

Ich liebe Schokolade. Wer schon nicht? Okay, genau genommen kenne ich tatsächlich Personen, die Schokolade nicht mögen (mein Freund eingeschlossen – und ich kann es absolut nicht verstehen). Aber ich jedenfalls mag es unheimlich gerne, ein Stück Schokolade auf meiner Zunge zergehen zu lassen und die wohlige, fast schon weiche Süße in meinem Mund zu spüren.

Ehrlich gesagt war das zunächst der erste Grund, weshalb ich zu diesem Buch griff. Ich meine: es heißt „Schokoladenpavillon“ – wie kann es da nicht gut sein, wenn es um Schokolade geht? Glücklicherweise blieb es nicht nur bei einem verlockenden Titel, sondern auch der Inhalt hat mich überzeugt.

Titel: Der Schokoladen Pavillon

Autorin: Anna Jonas

Verlag: Piper (klick)

ISBN: 978-3-492-31546-3

Preis: 10,00 € (Klappenbroschur)

Es geht um Fenja, die im Krieg als Krankenschwester geholfen hat und ihrem eigenen Bruder beim Sterben zusehen musste. Daraufhin hängt sie ihren Wunsch, Ärztin zu werden, an den Nagel. Sie kann es einfach nicht mehr, sie will kein Leiden mehr verlängern.

Anstatt dessen tritt sie an Stelle des verstorbenen Bruders als neue Geschäftsführerin in die Schokoladenmanufaktur ihres Vaters ein. Doch sie hat gleich mehrere Probleme: erst einmal ist sie eine Frau – für die Zeit nach dem Krieg ein großes Manko, wenn es um das Geschäftliche geht. Außerdem hat sie keinerlei Kenntnisse in Betriebswirtschaft. Sie hat zu kämpfen, doch dann kommt ihr eine ganz wundervolle Idee und endlich steckt sie all ihre Energie mit Herzblut in dieses Projekt.

Ich habe „Der Schokoladenpavillon“ wirklich gerne gelesen. Die Zeit, in der dieser Roman spielt (1953), ist einfach faszinierend, weil die Werte und Ansichten noch ganz andere sind, als wir sie heutzutage kennen. Das Lebensgefühl ist ein anderes, nach all dem Schrecken, den so viele Menschen erlebt haben. Dieser Schrecken wird auch sehr gut anhand Fenjas Vater dargestellt, der nachts schreiend aufwacht. Auch hat es mir gefallen, dass Fenja tatsächlich die Zügel in die Hand nimmt und sich selbst verwirklicht – egal, was andere sagen. Parallel entwickelt sich auch noch eine Liebesgeschichte, die ebenfalls auf die Probe gestellt wird.

Doch das ist nicht alles. Die Perspektive wechselt zu Felix, dem Cousin und besten Freund von Fenja. Auch er hat zu kämpfen – jedoch nicht, weil er die Führung der Firma seines Vaters übernehmen will, sondern gerade, weil er es eben nicht will. Er möchte unbedingt weiter als Konditormeister im Rosenpalais arbeiten.

Es kommen noch weitere Figuren zu Wort und die verschiedenen Handlungsstränge haben die eigentlich recht vorhersehbare Geschichte dann doch spannend gemacht.

Witzigerweise wusste ich gar nicht, dass es einen ersten Teil gibt („Das Rosenpalais“). Deshalb kann ich auch mit gutem Gewissen sagen: ihr müsst den ersten Teil nicht gelesen haben, um „Das Schokoladenpavillon“ lesen und verstehen zu können. Mir haben keinerlei Infos aus Band 1 gefehlt.

Ein ansprechendes Buch, das ich auf jeden Fall empfehlen kann.

Verfasst von

Komm mit in meine kleine, bunte Welt! Ich lass dich an meinen Gedanken über das Leben teilhaben und stelle dir meine neuesten Bücher vor. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

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