[Rezension] Das Weingut. Tage des Schicksals (Band 3)

Die Familiensaga geht weiter – mitreißend, emotional und lehrreich. Heute mit dem dritten und letzten Band der Reihe „Das Weingut“.

Wer erst die Rezension zu Band 1 lesen möchte, klickt hier (klick) und wer sich alles zu Band 2 durchlesen möchte, klickt hier (klick). Wer sich nun aber für das Finale der Trilogie interessiert, liest einfach weiter… Und eines kann ich versprechen: Es geht spannend weiter!

Titel: Das Weingut. Tage des Schicksals (Band 3)

Autorin: Marie Lacrosse

Verlag: Goldmann (klick)

Preis: 13,00 € (Paperback)

ISBN: 978-3-442-20590-5

Die Zeit schreitet voran, Irene und Franz sind verheiratet und führen eine glückliche Ehe. Doch Irene fällt es schwer, sich in das Leben der besseren Kreise einzufügen. Oberflächliche Themen interessieren sie nicht und die Meinung mancher, dass sie besser seien, nur weil sie aus einer „höheren Familie“ stammen, findet Irene regelrecht abstoßend. Sie, die am eigenen Leib erfahren musste, wie hart das Leben von ArbeiterInnen ist, will sich dafür einsetzen. Doch Gesetze machen ihr das Leben schwer. Bei ihren riskanten Aktionen setzt sie sogar ihre Ehe aufs Spiel. Die politische Situation ist angespannt, die Aktivitäten von Sozialisten werden verboten. Und dann taucht auch noch ein Graf auf, der das ganze Leben der Gerbans auf den Kopf stellt.

Wieder einmal ist dieses über 700 Seiten starke Buch von Anfang bis Ende interessant und lesenswert. Mir wurde nie langweilig, und das obwohl ich die Geschichte der Gerbans seit nun über 1.200 Seiten verfolgt habe. Jedes Kapitel, jedes Unterkapitel, war wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte.

Besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach, dass auch dieses Buch einen eigenen Fokus besessen hat. Während der erste Band sich mit den Verhältnissen zwischen Bürgertum und Arbeiter beschäftigt, der zweite Band dann einen größeren Schwerpunkt auf die Weinverarbeitung und den Weinhandel gelegt hat, geht dieser Band nun verstärkt auf die politischen Verhältnisse der Zeit ein. Wieder einmal hatte ich das Gefühl, unfassbar viel lernen zu können. Es ist ein regelrecht historisches Meisterwerk, das Marie Lacrosse meines Empfindens nach geschaffen hat. Einerseits gibt es die spannende Geschichte von Irene und Franz, dann werden andererseits auch noch die politischen Schwierigkeiten so gekonnt mit eingeflochten, dass ich am Ende das Gefühl hatte, als hätte alles genau so passieren müssen, als hätte es die Gerbans mit Irene und Franz, Pauline und Mathilde, usw. wirklich geben müssen. Die Recherche von Marie Lacrosse ist das Sahnehäubchen auf der ohnehin schon spannenden Geschichte.

„Das Weingut“ hat bei mir auch im dritten Band wieder viele Emotionen hervorgerufen. Zwischenzeitlich Verzweiflung, weil ich einfach nicht wahrhaben wollte, was alles passiert. Dann Freudentränen, wenn etwas Schönes geschieht. Dann Kämpfergeist, wenn ich die Bestrebungen von Irene verfolgt habe. Der dritte Band ist ein grandioses Finale für diese detalreiche und fesselnde Familiensaga. Sehr zu empfehlen!

Verfasst von

Komm mit in meine kleine, bunte Welt! Ich lass dich an meinen Gedanken über das Leben teilhaben und stelle dir meine neuesten Bücher vor. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

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