[Rezension] Das Weingut. Aufbruch in ein neues Leben (Band 2)

Genug Weihnachtsromane auf LYREBIRD, es geht endlich weiter mit „Das Weingut“! Die Rezension vom ersten Teil erschien noch im November, also wird es wohl langsam Zeit für Band zwei 🙂

Wer noch nicht die Rezension vom ersten Band der Weingut-Trilogie gelesen hat, hier entlang: klick

Titel: Das Weingut. Aufbruch in ein neues Leben

Autorin: Marie Lacrosse

Verlag: Goldmann (klick)

Preis: 13,00€ (Paperback)

ISBN: 978-3-442-20555-4

Ich kann nur erneut betonen, wie glücklich es mich macht, dass die Geschichte noch weitergeht. Es musste einfach so sein, denn ist im ersten Band so viel passiert und das Glück war noch so weit entfernt – eine Fortsetzung soll endlich Klarheit bringen und ein Happy End! Über das Ende spreche ich nicht, das würde die Spannung wegnehmen. Aber ich möchte die Geschichte kurz anreißen.

Irene ist vom Sitz in Altenstadt geflohen. Herr Gerban, Franz‘ Vater, hat sie festgehalten und ihr gebeichtet, dass sie seine Tochter ist – und Franz somit ihr Halbbruder! Irene ist am Rande der Verzweiflung, lässt sich fast auf das Drängen ein, ihr Kind abzutreiben. Doch dann flieht sie doch und beginnt in einem kleinen Ort fern von Altenstadt und Schweighofen ein neues Leben. Es ist hart, sehr hart. Die Arbeit in der Fabrik verlangt ihr einiges ab und es wird immer schwieriger, sie und ihren kleinen Sohn zu ernähren. Dort lernt sie auch Josef Hartmann kennen, ein Kämpfer für die Rechte der Arbeiter. Sie schließt sich ihm an und lässt Nähe zu. Doch wird sie ihn so lieben können, wie sie Franz liebt? Schafft sie es, ihren Sohn Fränzel zu ernähren und wirklich alles Alte hinter sich zu lassen?

Die Geschichte ist erneut spannend von Seite eins an. Besonders gut gefallen hat mir, dass zum Einstieg kurz wiederholt wird, was bisher geschah. Nicht als reine Erzählung, sondern bereits in die weitere Geschichte eingeflochten. Wer die Bände direkt nacheinander liest, hat natürlich keine Probleme, sich an alles zu erinnern. Aber wer ein Buch Pause einlegt, ist bestimmt froh um diese Zusammenfassung.

Dann ging es turbulent zu. Das Porträt der Zeit der Arbeiter in den Fabriken ist schockierend und steht dem Zeitporträt im Band 1 in nichts nach. Nun, am Ende des Buches, muss ich feststellen, dass ich wohl durch das Buch mehr über Geschichte gelernt habe, als je im Geschichtsunterricht in der Schule 😉 Irene wird für mich noch greifbarer, noch sympathischer. Ihr Kämpfergeist und ihr Gerechtigkeitssinn ist glaubwürdig und inspirierend. Auch Franz‘ Probleme mit seiner Familie, seine Pläne neuanzufangen, waren spannend zu lesen. Hervorzuheben ist in diesem Band außerdem, dass die Weinherstellung mehr beschrieben wurde, was für mich besonders interessant gewesen ist. So spielt die Geschichte nicht nur zufällig bei einer Familie mit einem Weingut, sondern als Leser taucht man auch in die Weinlese, in die Verarbeitung und in die geschäftlichen Belange eines Weingutes ein.

Als ich die letzte Seite gelesen habe, wollte ich wieder einmal nicht wahrhaben, dass dieses Buch schon wieder zu Ende sein soll. Und das nach über 600 Seiten! Zum Glück gibt es noch einen dritten Teil.. 😉 Den werde ich direkt lesen.

„Das Weingut“ ist also auch im zweiten Band sehr zu empfehlen.

Verfasst von

Komm mit in meine kleine, bunte Welt! Ich lass dich an meinen Gedanken über das Leben teilhaben und stelle dir meine neuesten Bücher vor. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

3 Kommentare zu „[Rezension] Das Weingut. Aufbruch in ein neues Leben (Band 2)

  1. Offenbar erliegst du dem gleichen Sog, der auch Zuschauer von Fernsehserien (und gab es da nicht auch mal eine mit einem Weingut, oder war es ein Gestüt?) erliegen. – Ich selbst glaube an den „goldenen Schnitt“ als Kinoleinwand, daran, dass ein guter Film nicht wesentlich länger als 90 Minuten sein sollte, und daran, dass ein Buch einen Anfang und ein Ende haben muss. Das muss mir angeboren sein, denn schon bei „Nesthäkchen“ hat mich das Prinzip der Fortsetzung gestört.

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    1. Da kann ich dir nur zustimmen – es ist wirklich ein Sog, dem ich tatsächlich erlegen bin. Und das, obwohl ich normalerweise auch ein „Einteiler“ mehr mag. Umso überraschter war ich, dass mich diese Trilogie so fesseln konnte.
      Definitiv ein Versuch wert, selbst wenn es sonst nicht die eigene Vorliebe ist.

      Aber natürlich bleibt es jedem letztendlich überlassen, welche Art von Bücher zu einem passt. Das ist ja das wunderbare am Lesen: es ist für jeden etwas dabei!

      Liebe Grüße
      Janne

      Gefällt 1 Person

      1. Ja, und der Leser hat es gut, denn er kann sich seine Schriftsteller aussuchen. Aber eben fiel mir ein, dass es auch bei mir Ausnahmen gab. Diese Trilogie von Georg Lentz (Muckefuck, Molle mit Korn und Weiße mit Schuss) habe ich damals sehr gerne gelesen.

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