[Rezension] Winterwunderzeit

Laurel möchte unbedingt mit ihrem Mann Zach ein Kind. Sie wünschen es sich so sehr, doch bisher wurden sie nur enttäuscht. Keine künstliche Befruchtung hat funktioniert und selbst ihr Pflegekind mussten sie nach kurzer Zeit wieder abgeben, als die Eltern ihren Anspruch doch noch geltend gemacht haben. Es scheint vorbei zu sein. Vorbei mit dem Wunsch nach einer glücklichen kleinen Familie mit Kindern. Laurel gibt auf, weil sie das Leid, das sie bisher erleiden musste, nicht mehr ertragen kann.

Und dann ist da ja auch noch ihre geliebte Großmutter, die langsam aber sicher dement wird. Sie will unbedingt bei ihr sein, doch ihr und Zachs Jobs lassen das nicht zu. Also engagieren sie eine Pflegekraft. Mrs Miracle ist wie ein Geschenk vom Himmel, denken sich Zach und Laurel. Was sie nicht wissen: sie ist es tatsächlich…

Titel: Winterwunderzeit

Autorin: Debbie Macomber

Verlag: blanvalet (klick)

Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-7341-0934-8

Die Geschichte ist kurzweilig – ich habe sie an einem Nachmittag durchgelesen. Doch genau das ist leider auch für mich ein kleiner Haken. Es fehlt die Vielschichtigkeit des Buches. Die Geschichte ist geradlinig und so vorhersehbar, dass sogar ich mir manchmal dachte „war ja klar“. Und das, obwohl ich oft eine gewisse Vorhersehbarkeit gerne mag. Der Schreibstil ist jedoch sehr flüssig und ich habe das Buch gerne gelesen. Ein Manko gibt es für mich persönlich, das ich hier bewusst vorsichtig ansprechen möchte. Ich bin selber konfessionslos und glaube nicht an Gott. Ich möchte keine Diskussionen über den Glauben an dieser Stelle, darum geht es nicht. Es geht nur um meine persönliche Meinung zum Buch und meine Einschätzung, die vielleicht auch anderen bei einer Kaufentscheidung helfen kann.

Dieses Buch ist regelrecht eine Hommage an den Glauben, Gott und Engel. Da konnte es mich leider überhaupt nicht abholen. Im Klappentext wird das gar nicht deutlich. Hätte ich das gewusst, hätte ich mich wohl gar nicht für dieses Buch entschieden. Die ganze Engel-Thematik war für mich einfach zu viel des Guten. Aber (!!): Für manche mag so eine Geschichte genau richtig sein für die Weihnachtszeit. Deshalb möchte ich nicht pauschal von dem Buch abraten, sondern jedem offen lassen, ob die Geschichte passt 😊

Verfasst von

Komm mit in meine kleine, bunte Welt! Ich lass dich an meinen Gedanken über das Leben teilhaben und stelle dir meine neuesten Bücher vor. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

7 Kommentare zu „[Rezension] Winterwunderzeit

  1. Debbie Macomber ist Amerikanerin, und Religiosität ist in Amerika zwar auch nicht jedermanns Sache aber verbreiteter als bei uns. Obwohl ich Deine Einstellung zum Glauben teile, muss ich zugeben, dass ich an Engel gerne glauben würde – zum Beispiel an einen Schutzengel, den ich bitten könnte, in einer bestimmten Situation mal darauf zu vertrauen, dass ich auf mich selbst aufpassen kann, und statt dessen an der Seite eines Menschen zu sein, der einen Schutzengel gerade nötiger hat. Engel waren auch als Erscheinungen in Kinofilmen recht erfolgreich und, so mein Eindruck – auch bei Leuten, die nicht an Engel glauben. – Ein zu hohes Maß an Vorhersehbarkeit würde mich allerdings auch in jedem Fall stören.

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke für deinen Kommentar und vor allem den Hintergrund zu Glauben in Amerika. Das war mir so gar nicht bewusst und ist bestimmt auch relevant für den Kontext dieses Buches.

      Du sagst es, ein Schutzengel wäre wirklich wunderbar. Und in Filmen wurde ich auch schon mit Engeln konfrontiert und habe es in dem Zusammenhang sogar gemocht. Wahrscheinlich liegt es wirklich an der Darstellung der Engel. In diesem Buch waren sie mir einfach etwas zu heilig, mit zu vielen weisen Sprüchen – etwas aufgesetzt, wenn du verstehst was ich meine 😉

      Liebe Grüße
      Janne

      Gefällt 1 Person

      1. Vor vielen Jahren bat mich eine Bekannte das Kinderbuch einer ihrer amerikanischen Freundinnen ins Deutsche zu übersetzen. Die Übersetzung wäre im Prinzip recht leicht gewesen. Aber da frömmelte es derart an allen Ecken und Ende. Ich musste passen.

        Gefällt 1 Person

  2. Tja, ich habe in meinem Blog geschrieben, dass ich irgendwann sagte: „Mein Leben ist totaler Pfusch, lieber Gott, wenn du mich so führst, kannst du allein weiter gehen.“ Das war es dann auch, denn mein 1. vielgeliebtes Kind war tödlich verunglückt. Ich habe 30 Jahre geweint, obwohl ich zwei weitere tolle Kinder habe. So ein früher Schmerz verletzt für das ganze Leben.

    Gefällt 1 Person

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