[Rezension] Der Zauber der Schneeflocken

Weihnachten ist nicht für jeden ein schönes Fest. Bei manchen sind es Familienstreitigkeiten, bei anderen die Einsamkeit. Doch für Leni in „Der Zauber der Schneeflocken“ ist es eine besonders schlimme Zeit des Jahres, die sie an ihren großen Verlust erinnert. Zwei Jahre ist es her, dass sie ihren geliebten Ehemann Tom verloren hat – ausgerechnet am Heilig Abend. Die früher von Weihnachten begeisterte Leni, will sich nur noch verkriechen und denkt jeden Tag verzweifelt und voller Trauer an ihren verstorbenen Mann. Doch dann ergreifen Marie, Lenis Zwillingsschwester, und Emma, Lenis und Maries gute Freundin, die Initiative und schenken Leni einen Adventskalender, der ihr die Freuden zur Weihnachtszeit wieder vor Augen führt.

Titel: Der Zauber der Schneeflocken

Autorin: Holly Baker

Verlag: PIPER (klick)

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-492-30338-5

Um meine Leseerfahrung kurz zusammenzufassen: Weinen. Ich habe bereits nach den ersten Seiten geweint, war immer wieder im Verlauf der Geschichte zu Tränen gerührt und selbstverständlich konnte ich auch gegen Ende die letzten Seiten nicht lesen, ohne ein paar Tränen zu vergießen. Das hört sich erst einmal schrecklich an. Wer will schon bei einem Weihnachtsroman traurig sein? Aber es ist keine Traurigkeit, sondern Rührung, die meinen Wasserhaushalt ordentlich durcheinandergebracht hat.

Die Geschichte von Leni und Tom hat mich sehr berührt. Das Leid und die Trauer, die Leni durchlebt, seitdem ihr geliebter Mann viel zu jung gestorben ist, ist zum Greifen nah. Und dennoch hat mich dieser Roman nicht heruntergezogen und deprimiert, sondern eher im Gegenteil. Marie und Emma sind herzensgute Menschen, die mit einem Adventskalender versuchen, Leni zurück ins Leben zu holen. Die Ideen sind originell und doch so einfach – an sich eine sehr schöne Idee zum Verschenken für Dezember nächstes Jahr. Die einzelnen Aufgaben sind sogar am Ende des Buches zusammen aufgeführt. Das habe ich natürlich erst entdeckt, als ich mühselig das gesamte Buch durchgeblättert und mir jede Aufgabe so herausgeschrieben habe 😀

Für mich war eine besondere Erfahrung, in der Haut von Leni zu stecken und zu erfahren, wie schwer ein viel zu früher Verlust des Ehepartners sein kann. Die Geschichte lebt davon, dass man sich mit Leni freut, wenn sie das Leben neu für sich entdeckt. Und dass man mit Leni verzweifelt, wenn ihr Kopf sie mit Schuldgefühlen plagt. Darf man wieder normal leben? Wie lang ist eine „normale“ Trauerzeit? Und wann ist der richtige Moment, um sich nach einem Verlust eines geliebten Menschen neu zu verlieben? Nur das Herz weiß darauf eine Antwort. Und das Herz spielt in Holly Bakers Roman „Der Zauber der Schneeflocken“ eine ganz große Rolle.

Ein tiefgehender, emotionsreicher Roman, dem ich jeden ans Herz legen kann – ein paar Tränen (oder auch ein paar mehr, wie bei mir) der Rührseligkeit inklusive.

Verfasst von

Komm mit in meine kleine, bunte Welt! Ich lass dich an meinen Gedanken über das Leben teilhaben und stelle dir meine neuesten Bücher vor. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

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