[Rezension] Das Bücherhaus. Eine philosophische Liebesgeschichte

Die Philosophie wird von vielen als sperrig empfunden. Umständlich formuliert, teils etwas träumerisch. Doch genau darum geht es. Das Leben ist nicht schlicht und eindimensional. Es ist vielschichtig und bedarf vieler Worte. Es ist auch nicht rein rational, sondern getrieben von Emotionen und Empfindungen. Diese Gefühle erfährt man auch in dem Buch „Das Bücherhaus“. Es ist keine klassische Liebesgeschichte à la sie lernen sich kennen, es passiert etwas Schlimmes, sie trennen sich und finden letztendlich wieder zusammen. Nein. Es ist eine Geschichte über die Liebe selbst. Über die Liebe zur Philosophie und zu den Büchern.

Titel: Das Bücherhaus. Eine philosophische Liebesgeschichte

Autor: John Kaag

Verlag: btb

Preis: 11,00€ (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-442-71889-4

John Kaag schreibt mit diesem Buch nicht eine fiktive Geschichte, sondern eine Autobiographie über seine Liebe zur Philosophie und die verschollene Bibliothek von William Ernest Hocking , die er im Hinterland von New Hampshire die vergessene Bibliothek entdeckt. Die Bücher sind mitgenommen, aber dennoch wertvoll. So findet John Kaag Erstausgaben, Handnotizen namhafter Philosophen und Briefwechsel. Er beschließt, die Bücher in dieser Bibliothek zu restaurieren und reist dabei intellektuell durch die Geschichte der amerikanischen Philosophie. Immer wieder stellt er fest, dass es Parallelen zu seinem Leben gibt und wendet zahlreiche Gedanken an, um sein Leben auf einen neuen Pfad zu bringen.

Das Lesen dieses Buches erfordert Zeit und Konzentration. Aber keine Sorge, es ist kein typisches Sachbuch mit trockenen Definitionen. Vielmehr lässt das Buch „Das Bücherhaus“ die Philosophie und ihre Geschichte lebendig werden. Der Fokus liegt hierbei zwar auf amerikanischen Philosophen, aber es ist ebenso für deutsche Philosophie Interessierte relevant.

Wer sich etwas Zeit nimmt, manche Passagen erneut liest, um sie so nochmals zu verinnerlichen und in diese Geschichte abtaucht, wird sehr viel Freude mit dem Buch haben.

Verfasst von

Komm mit in meine kleine, bunte Welt! Ich lass dich an meinen Gedanken über das Leben teilhaben und stelle dir meine neuesten Bücher vor. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

2 Kommentare zu „[Rezension] Das Bücherhaus. Eine philosophische Liebesgeschichte

  1. LYREBIRD: „Über die Liebe zur Philosophie und zu den Büchern.“

    • Wer in der Frequenz der Liebe schwingt, braucht keine Philosophie.
    • Wer in der Frequenz der Philosophie schwingt, braucht keine Bücher.

    Schönen
    Juni-Sonntag! 🌼

    Gefällt 1 Person

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