[Rezension] Die Parfümerie der Liebe

Es heißt nicht umsonst „Ich kann diesen Menschen nicht riechen“. Der Geruch ist ein wichtiges Merkmal eines jeden Menschen und jeder hat einen ganz eigenen, individuellen. Selbst wenn zwei Menschen das gleiche Parfüm benutzen, riecht es an ihnen unterschiedlich. Die Haut geht regelrecht eine Symbiose mit den Düften des Parfüms ein. So kann das Parfüm den eigenen Charakter unterstreichen und besondere Züge hervorheben.

Titel: Die Parfümerie der Liebe

Autorin: Núria Pradas

Verlag: PENGUIN

Preis: 10,00€ (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-328-10445-2

Als Kind durfte ich in einem Urlaub in Frankreich die Stadt Grasse kennenlernen, die Stadt des Parfüms. Hier spielt auch das Buch „Die Parfümerie der Liebe“. All diese Besonderheiten des Geruchs und eines Parfüms, die ich oben genannt habe, konnte ich hier erfahren. Auch Pablo lernte mit jungen Jahren die Welt des Pafürms kennen. Nurt leider nicht aus solch angenehmen Gründen, wie es bei mir der Fall war (herrlicher Sommerurlaub). Er kam, nachdem seine Eltern kurz nacheinander aufgrund von Krankheit verstorben waren, als Waise aus Barcelona nach Grasse, um dort bei seiner Tante zu wohnen. Hier wächst er glücklich auf und findet bald einen Job bei Ernest Beaux, ein Parfümeur, der bereits wichtigen Personen eigene Düfte kreiert hatte. Dieser ist es auch, der in Pablo die Faszination für das Parfüm weckt. Er lernt schnell und begierig.

Im Laufe dieses Buches begleitet man Pablo auf seiner Reise des Lebens, über Berge und Täler, von Hoch- zu Tiefzeiten. Man erfährt von seiner ersten und lange Zeit einzigen großen Liebe, von seinen Erfolgen und seinen Rückschlägen. Man erfährt von den zwei Kriegszeiten und den Auswirkungen auf das Geschäft des Parfüms danach. Man lernt Coco Chanel und die Entstehung des Parfüms Chanel No. 5 kennen. Und vor allem lässt diese Geschichte eine große Sympathie zu Pablo entstehen, der sich stets treu geblieben ist und immer wieder neu aufgestanden ist.

Anfangs war ich noch etwas verwirrt durch einen kurzen Sprung in das Leben das Vaters, vor Pablo – insbesondere weil in der restlichen Geschichte die Perspektive des Vaters ausgeblieben ist. Doch nach dieser Verwirrung habe ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollen. Es war keine Achterbahnfahrt der Gefühle, aber eine solch sanfte Art und Weise emotional, das ich ganz still zu Tränen gerüht war, oder mitgefiebert habe. Mir kam das Buch insgesamt sehr sanft vor, da auch Pablo eine ausgesprochen sanfte Person ist. Mit „Die Parfümerie der Liebe“ taucht man nicht nur in die Geschichte des Parfüms ab, sondern auch einer Liebesgeschichte, die zum Glück nicht klischeehaft und kitschig ist, sondern realistische Wendungen durchläuft.

Mir hat „Die Parfümerie der Liebe“ sehr gut gefallen und ich lege es jedem ans Herz, der eine warme Geschichte lesen möchte, die Sommergefühle aufziehen lässt.

Verfasst von

Komm mit in meine kleine, bunte Welt! Ich lass dich an meinen Gedanken über das Leben teilhaben und stelle dir meine neuesten Bücher vor. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

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