[Rezension] athletic flow – High Intensity Training meets Yoga

Als Yogalehrerin blicke ich immer gespannt auf das Angebot an Yoga-Büchern in den Buchhandlungen. Immer wieder gibt es neue Ansätze, anders gestaltete Bücher, andere Schwerpunkte. Doch bisher habe ich noch nie von „athleticflow“ gehört, einer neuen Trainingsart, die von Nora und Simon Kersten konzipiert wurde.

In ihrem Buch „athleticflow“ erzählen sie von der Entstehung und haben zudem mehrere Workouts zusammengestellt. HIT + Yoga? Für mich eher schwer vorstellbar. Deshalb musste ich natürlich direkt ausprobieren.

Titel: athleticflow. High Intensitiy Training meets Yoga.

Autoren: Nora und Simon Kersten

Verlag: Südwest

Preis: 20,00€
Paperback

Bisher hatte ich persönlich mit HIT noch nicht so viele Berührungspunkte, deshalb hat mir die Einführung von Nora und Simon Kersten sehr gut gefallen. Sie erklären, dass HIIT (also mit zwei I) aktuell die bekannteste Variante des HIT ist. Dort werden Übungen in höchster Intensität ausgeführt, bei sehr kurzer Belastungsdauer. Zwischen den Belastungsphasen gibt es dann noch kleinere Pausen. Sie führen außerdem auf, dass ein hochintensives Workout insbesondere dann zu empfehlen sei, wenn das Ziel eine schnelle Fettverbrennung sei – womit dieses Training auch besser sei als joggen zu gehen. Ich bin keine Sportwissenschaftlerin, kann also diese Aussage nicht belegen oder widerlegen. Aber generell ein großer Pluspunkt stimmt: die HIT-Einheiten sind sehr kurz und somit auch mal eben in den Alltag zu integrieren.

Es gibt sogar einen relativ ausführlichen Teil in dem Buch, was Yoga ist, welche Prinzipien verfolgt werden und welches Mindset man entwickeln kann. Ein Teil, den ich als Yogalehrerin eher überflogen habe 😉

Der Workout-Test

Nun aber zu den Workouts an sich. Was mir sehr gut gefallen hat: es gibt ein ausführliches Warm-up, nach dem ich mich wirklich angenehm warm und gelockert gefühlt habe. Meist starten für mich die Warm-ups viel zu schnell zu schwierig. Das war genau richtig.

Dann habe ich mich für das Workout „Keep going“ entschieden. Es war eine Zeit von 45 Minuten angesetzt. Ich habe jedoch gerade mal 30 Minuten gebraucht. Und zwar nicht, weil ich so top fit bin – Hilfe nein 😀 Ich habe sogar noch mehr Pausen gemacht, als angegeben. Dementsprechend stimmt die Zeit nur bedingt. Leider fehlt dort auch bei einer Übung, wie lange man sie ausführen soll, bzw. wie viele Wiederholungen gemacht werden sollen. Ich konnte mir auch nicht direkt etwas zusammenreimen, weil jede Übung anders ist, was die Belastungsdauer angeht.

Aber ansonsten tat es wirklich sehr gut, nach den knackigen Phasen eine kurze Yoga-Pause zu haben. Natürlich kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen, inwieweit sich dieses Training auf meinen Körper auswirken würde, würde ich es mehrmals die Woche absolvieren. Dennoch gefällt mir der Ansatz generell gut.

Abzüge für das Buch

Nur ein paar Mankos, leider, weshalb das Buch auch ein paar Abzüge bekommt:
die Workouts sind teilweise sehr kurz und es ist auch nur eine sehr kleine Ansammlung. Was für mich ein bisschen zu wenig ist.

Dazu kommt, dass manche der HIT-Übungen nur so kurz erklärt sind, dass ich sie teils nicht richtig verstehe, bzw. einfach hoffe, dass ich sie richtig ausführe. Das finde ich schade. Da hätte das Buch gerne noch ein paar mehr Seiten haben können, aber dafür auch die Details der Haltungen erklären können. Für mich als Yogini waren die Yoga-Übungen natürlich selbsterklärend. Aber ich denke, dass das gerade für Ungeübte eine große Herausforderung sein könnte.

Also kurz: ein sehr interessanter Ansatz, nur an der Umsetzung hapert es leider noch etwas. Wenn ein paar mehr Workouts angeboten werden und auch die Übungen noch ausführlich erklärt werden (evtl. in einem Teil zum Nachlesen), dann ist es auf jeden Fall eine klasse Alternative zu den normalen Workouts.

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

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