Wärme, Licht und Gemütlichkeit – ein Selbstversuch im Kerzengießen

Sanftes Licht und Wärme – Kerzen sind in dieser kalten Zeit ganz wunderbare kleine Retter, denn diese Gemütlichkeit, die eine Kerze verbreitet, lässt sich mit keiner Lampe nachahmen.
Als regelrechte Kerzenfanatikerin wollte ich mich an etwas Neues wagen: Anstatt meine Lieblinge nur zu kaufen, habe ich selbst Hand angelegt und mir eine eigene Kerze gegossen.
Zunächst einmal braucht man Zeit. Viel Zeit.
Insbesondere für die Kerzenart, die ich mir herausgesucht habe, da jede Schicht mehrere Minuten trocknen muss, bevor dann sorgfältig die nächste aufgegossen werden kann.
Doch nun zurück zum Anfang. Bevor es überhaupt losgehen kann, sollten die notwendigen Materialien vorhanden sein. Neben Töpfen braucht man nämlich noch die entsprechenden Gießformen, den Docht und selbstverständlich auch das Wachs.
Deshalb habe ich mir ein Kerzen-Set besorgt, welches das selbstständige Gießen zum Kinderspiel macht. Ihr könnt natürlich diese Dinge auch einzeln kaufen – am besten mal in einem Bastelladen nachfragen.

1. Schritt:
Die wichtigste Tätigkeit bei dem ganzen Herstellungsprozess ist verständlicherweise das Schmelzen von Wachs. Damit beginnt man auch. Für meine Kerze habe ich 8 TL Wachs-Kügelchen benötigt, die in dem Set bereits enthalten sind. Sie werden in einen kleinen Topf gegeben, der wiederum in einem größeren, mit Wasser gefüllten Topf schwimmt. Durch das Erhitzen des Wassers, schmilzt das Wachs langsam ohne anzubrennen.

2. Schritt:
Während das Wachs sich Stück für Stück verflüssigt, kümmert man sich um die Gießform. Der Docht muss geschnitten und das Loch an der Spitze der Form gut zugeklebt werden, damit später kein Wachs austreten kann. Das restliche Ende des Dochtes wird nun an einem Bleistift festgeknotet. Somit ist der Docht in der Kerze gerade und ihr habt lange Freude an dem schönen Licht.

3. Schritt:
Schon kann das Gießen losgehen. Das Wachs wird Stück für Stück in den Behälter gefüllt und nach jeder Schicht wird dem restlichen Wachs einen Teil eines Wachsstiftes in grüner Farbe hinzugefügt, um so die gewünschten farblich unterschiedlichen Schichten zu erhalten. Dieser Schritt dauert jedoch recht lange, da jede Schicht mindestens eine Viertelstunde Trockenzeit in Anspruch nimmt, bevor die Form weiter gefüllt werden kann.

4. Schritt:
Zu guter Letzt stellt man die Kerze in ein kaltes Wasserbad. Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken – oder man vertreibt sich die Zeit mit Plätzchen backen, wie es getan habe. Weihnachten kann kommen!
Nach eineinhalb bis zwei Stunden ist das Werk vollbracht: Der Docht wird entsprechend abgeschnitten, die Kerze wird aus der Form gelöst und sollte nun noch kurz in den kleinen, noch warmen Topf gestellt werden, um einen gerade Boden und somit einen fest Stand zu erhalten.

Fertig ist eure eigene Kerze, die ihr entweder gleich anzünden oder euren Lieben zu Weihnachten schenken könnt! 🙂 Habt Kerzengießen auch schon einmal ausprobiert?

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

2 Kommentare zu „Wärme, Licht und Gemütlichkeit – ein Selbstversuch im Kerzengießen

  1. Ich habe zwar noch nie Kerzengießen gemacht und es plane es auch nicht in der Zukunft, aber es war trotzdem schöne deine Anleitung zu lesen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das auf jeden Fall Spaß macht!
    Alles Liebe
    Marleen

    Gefällt 1 Person

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