Fazit Yogalehrer-Ausbildung

Ein Jahr voller neuer Erfahrungen, Kontakt zu wunderbaren Menschen, neuem Wissen, Entspannung und Kräftigung. Meine Yoga-Ausbildung war und ist eine einmalige Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Auch wenn ich zwischenzeitlich hinterfragt habe, ob es so schlau gewesen ist, parallel zu meinem Studium noch eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu beginnen, so bin ich im Nachhinein sehr froh darüber.

Natürlich ist es zusätzliche Zeit, die man investieren muss. Wochenenden „gehen drauf“, man muss auch mal etwas vorbereiten oder nachbereiten. Dennoch ist es eine Zeit, in der ich mich mit einem meiner wichtigsten Hobbies beschäftigen konnte, in der ich immer tiefer in die Thematik einsteigen konnte. Und eine Zeit, in der ich andere Menschen kennenlernen durfte, die meine Leidenschaft fürs Yoga teilen.

Ablauf meiner Ausbildung

Wie ich bereits in meinen vorigen Artikel zu meiner Ausbildung erwähnt habe, läuft jede Ausbildung ein bisschen anders ab. Der Fokus kann beispielsweise variieren oder die Art und Häufigkeit der Treffen. Bei sanely in Augsburg hatte ich einmal im Monat am Wochenende sowohl Samstag als auch Sonntag mehrere Stunden Zeit, um komplett in der Welt des Yoga zu „versinken“. Für mich genau richtig.

Manche jedoch bevorzugen einen wöchentlichen Termin. Da ist jeder natürlich anders 😉

Wir haben die verschiedenen Arten der Asanas besprochen, von Hüftöffnern über Balance-Haltungen hin zu Standhaltungen und natürlich noch viele mehr. Immer mit dem Fokus darauf, wie die Ausführung richtig ist und wie wir unsere Schüler in der Zukunft anleiten können. Doch wir haben uns auch mit Anatomie und Orthopädie beschäftigt, mit der Geschichte des Yoga, mit der Philosophie und zu guter Letzt auch mit unserer Tätigkeit als Lehrer. Da mit inbegriffen sind Lehrproben aber auch Themen wie Selbstständigkeit oder das richtige Marketing für unsere Kurse.

Sozusagen ein Rundum-Paket, das für mich alle relevanten Themen abgedeckt hat.

Was habe ich gelernt

Allem voran habe ich sehr viel über mich gelernt. Erstaunlich, oder? Denn eigentlich ging es ja darum, mehr über Yoga zu lernen. Und das habe ich natürlich auch. Dennoch ist für mich der Mehrwert meiner Ausbildung vorrangig, dass ich mich selbst, meine Grenzen und meine Emotionen besser kennengelernt habe. Ich habe herausgefunden, welche Übungen mir gut tun und welche nicht. Ich habe festgestellt, welche Bereiche meines Lebens aktuell nicht so laufen und wie ich sie verändern möchte. Ich habe gelernt, dass mich tägliches Meditieren glücklich macht und mich erdet. Ich habe gemerkt, was ich eigentlich alles kann und wie wundervoll jeder einzelne Mensch ist. Ich habe gelernt Durchhaltevermögen zu zeigen und dennoch nicht die Geduld und Gelassenheit zu verlieren.

Was hat sich verändert

Dementsprechend habe ich mich auch verändert. Natürlich bin ich immer noch die wissbegierige, manchmal laute, aufgeweckte Studentin, die viel vom Leben will und immer aktiv ist. Doch das Besondere ist nun, dass ich auch eine andere Seite an mir entdeckt habe. Und das ist eine ruhige, gelassene Seite, mit der ich andere erden und zur Ruhe bringen kann. Mir wurde das in meinem Umfeld auch immer wieder zurückgespiegelt, dass ich immer wieder ein regelrechter Ruhepol sein kann.

Außerdem habe ich meinen Optimismus weiterentwickelt. Optimistisch bin ich immer noch, aber nun mit einem tieferen Vertrauen und Verständnis – vor allem, wenn einem das Schicksal wieder Steine in den Weg legt.

Was habe ich Positives erlebt

Eine ganz besondere und einmalige Erfahrung durfte ich erleben, als es mir eigentlich nicht so gut ging. Meine Schwester war im Krankenhaus, ich hatte selbst gerade erst eine Grippe hinter mir und es lief auch sonst gefühlt alles schief. Und dann stand das Yoga-Wochenende an. Ich bin unmotiviert hingegangen, wollte eigentlich nur noch ins Bett und schlafen.

Doch als ich angekommen bin, hat mich eine Teilnehmerin einfach in den Arm genommen. Sie hat nicht wissen wollen was los ist – das hätte ich gar nicht mal genau sagen können, denn es war so viel. Sie hat mir nicht irgendwelche Sprüche gesagt oder Ratschläge gegeben. Sie hat mich einfach in den Arm genommen, weil sie gespürt hat, dass es mir nicht gut geht. Und das tat unglaublich gut und ich bekomme immer wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke.

Was war negativ

Wenn sich alles auf ein Wochenende konzentriert, ist das natürlich auch mal anstrengend. Gerade wenn es nur Input ist und die Übungen erst am nächsten Tag folgen. Oder wenn wir einen kleinen Ausflug in die Orthopädie gemacht haben und man sich sehr konzentrieren muss, um den Ausführungen folgen zu können. Doch das gehört alles dazu.

Schade war nur, dass ich bei Krankheit mich hingeschleppt habe und nicht wirklich teilnehmen konnte. Nach ein, zwei Stunden musste ich wieder nach Hause, weil ich es länger nicht geschafft hatte. Da verpasst man natürlich einiges, was sehr schade ist.

Was möchte ich nun damit tun

Ich weiß noch gar nicht genau, was ich mit meiner Ausbildung nun tun werde. Ich kann mir sehr gut vorstellen, ein bis zwei Mal pro Woche zu unterrichten, um mein Wissen an deren weiterzugeben und das Gelernte zu verfestigen. Doch ich denke, dass sich das alles ergeben wird. Vielleicht an meiner Yogaschule, bei der ich gelernt habe? Oder in einem Unternehmen? Oder in einem VHS-Kurs? Ich weiß es noch nicht und ich bin gespannt, was sich ergeben wird.

Würde ich es weiterempfehlen

Ich kann eine Yoga-Ausbildung defintiv empfehlen. Du interessierst dich für Yoga und die ganze Bedeutung und Geschichte dahinter? Ja, dann mach es! Du willst unterrichten und deine Begeisterung weitergeben? Unbedingt! Oder du willst gar nicht unterrichten, sondern möchtest es einfach nur für dich machen? Auch dann!

Ich bin überzeugt davon, dass so eine Ausbildung fast schon wie eine einjährige „Therapie“ ist. Man kann so viel über sich und Mitmenschen lernen, kann seinen Umgang mit anderen und das eigene Leben hinterfragen. Es ist eine Zeit nur für sich selbst, die man sich mit so einer Yoga-Ausbildung schenken kann. Ich würde es jederzeit wieder machen 🙂

 

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

2 Kommentare zu „Fazit Yogalehrer-Ausbildung

    1. Hi 🙂
      Die Preise variieren natürlich je nach Schule und Ausbildungsart. Beispielsweise gibt es Ausbildungen, die im Ausland stattfinden und auf wenige Wochen komprimiert sind. Die sind ausgesprochen teuer, weil du auch die Unterkunft sowie Verpflegung zahlen musst.
      Doch auch die Schulen, die bei dir vor Ort sind, verlangen meist einen stolzen Preis. Vierstellig auf jeden Fall – wie viel es dann letztendlich wird, kann ich dir leider nicht verallgemeinert sagen.

      Ich konnte jedoch mit meiner Yogaschule eine Ratenzahlung vereinbaren, dann habe ich es geschafft, die stolze Summe abzubezahlen 🙂

      Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Liebe Grüße!
      Janne

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s