Yogi im Alltag sein – wie man die Psychologie vom Yoga lebt

Die Psychologie vom Yoga ist ein unglaublich unfangreiches Themengebiet und es wäre utopisch, alle Aspekte in diesem Beitrag aufzunehmen. Dennoch gibt die „Yamas“  (und Niyamas“), die sich ganz einfach und wunderbar in den Alltag übernehmen lassen. Meiner Meinung nach können sie einem dabei helfen, das eigene Leben so auszurichten, dass das eigene Wohlbefinden und auch das der anderen um einen herum, möglichst hoch ist.

Die Yamas in den Yoga Sutras von Patanjali entschriften. Diese Schriften hat Patanjali vor ca. 2000 Jahren geschrieben und dennoch sind sie nachvollziehbar und aktueller denn je. Sie erhalten noch weit mehr als nur die Yamas, aber gerade diese „Handlungsempfehlungen“ sind unglaublich interessant und wertvoll, weshalb ich sie nun mit euch teilen möchte.

Ahisma – die Gewaltlosigkeit

Bei Gewalt denken die meisten sofort an Schläge oder Wunden oder ähnliches. Doch mit Gewaltlosigkeit ist noch viel mehr gemeint. Das fängt beim eigenen Körper an, den man zum Beispiel bei der Yoga-Praxis nicht mit Übungen „quälen“ sollte, die sich für einen persönlich einfach nicht gut anfühlen, sondern schmerzen. Es geht darum, sich nicht selbst niederzumachen, wenn man etwas doch nicht so geschafft hat, wie gedacht.

Und es geht auch um Gewaltlosigkeit in Gedanken und Worten. Dir aber auch anderen gegenüber. Lasse deine Unzufriedenheit nicht an anderen aus, überlege dir zunächst, wie du mit anderen sprichst und was du ihnen vermittelst.

Satya – die Wahrhaftigkeit

Mit Wahrhaftigkeit ist auch Ehrlichkeit gemeint, beispielsweise in der Kommunikation. Dies ist die Grundlage für alle deine Beziehungen, sowohl romantische als auch freundschaftliche. Geschäftliche gehören hier ebenfalls dazu.

Deshalb solltest du auch mit der inneren Wahrheit, also bei dir selbst, beginnen. Bist du ehrlich zu dir selbst? Verstellst du dich anderen gegenüber nicht? Eine Maske aufzusetzen wird nicht lange gut sein. Deshalb zeige, wer du bist und du findest genau die Menschen, die auch zu dir passen.

Wahrhaftigkeit lässt sich aber auch in anderen Bereichen anwenden. Zum Beispiel kannst du überprüfen, ob der Job noch zu dir passt oder deine Beziehung dich noch glücklich macht. Versuche immer ehrlich zu dir selbst, aber auch zu anderen zu sein.

Asteya – nicht stehlen

Stehlen kann natürlich materielle Dinge betreffen – du solltest also nicht das nehmen, was nicht dir gehört. Aber es geht auch darum, jemanden Zeit zu stehlen. Zu spät kommen ist da beispielsweise ein gutes Beispiel dafür: der andere hätte in der Zeit, in der er auf dich wartet, etwas anderes tun können.

Wenn du mit deiner Zeit gut haushaltest und nur die Dinge nimmst, die auch wirklich dir gehören, erfüllst du dieses Yama wunderbar. Und kannst somit inneren Frieden entwickeln.

Brahmacharyia – Mäßigung

In unserer Zeit des Überflusses ist dieses Yama wohl ein schwieriges. Es geht gar nicht darum, dich jedem Spaß zu entsagen, aber das richtige Maß zu finden. Sozusagen die „goldene Mitte“. Mal ein Stück Schokolade ist wunderbar – die Tafel hingegen nicht. Ein schönes neues Kleidungsstück ist toll – aber nicht, jeden Tag exzessiv zu shoppen.

Bei Brahmacharyia geht es um Balance und vielleicht auch ein bisschen vernünftigen Verzicht.

Aparigraha – nicht anhaften, nicht begehren

Dinge sind in unserer Zeit sehr wichtig und viele Menschen horten sie. Im Keller, in der Garage, im Wohnzimmer, in Schränken und Regalen.

Doch wie viele davon brauchst du wirklich? Zu viel Besitz kann dich belasten und deshalb solltest du am besten kritisch hinterfragen, welche Dinge du wirklich brauchst und welche nur „Staubfänger“ sind.

Und dann kannst du mit dem, das du besitzt, auch einfach zufrieden sein. Nicht immer mehr, Neues, etwas anderes, gierig sein – sondern sich über die Dinge freuen, die man hat und sie auch wirklich zu nutzen.

 

Die Yamas sind wunderbare Leitlinien für einen nachhaltigen, sinnstiftenden und harmonischen Alltag. Wie gefallen sie euch? Oder kanntet ihr sie bereits und möchtet etwas hinzufügen? Ich bin gespannt 🙂

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

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