Freunde auf Zeit – wieso man manche Freunde nur in bestimmten Lebensabschnitten hat

In der Schulzeit hatte ich verschiedene beste Freundinnen. Die eine in der 5. und 6. Klasse. Dann eine in der 7. und 8. Klasse. Und dann eine in der 9. und 10. Klasse.

Jedes Mal hat die eine Freundin die andere abgelöst. Gar nicht mal, weil ich die „alte“ Freundin nicht mehr mochte. Nicht, weil irgendetwas schlimmes passiert ist. Sondern schlichtweg, weil sich der Lebensabschnitt geändert hat. Prioritäten haben sich verschoben, neue Interessen ergeben. Und so haben meine Freundinnen gewechselt. Noch immer denke ich gerne an die Freundschaften mit ihnen zurück, die sehr intensiv und wunderschön gewesen sind.

Und dennoch wünsche ich sie mir nicht zurück. Denn sie würden gar nicht mehr in mein aktuelles Leben passen. Nun, im Studium, habe ich wieder neue Freundinnen gefunden. Wir sitzen in den Vorlesungen nebeneinander, gehen gemeinsam in die Mensa und jammern über Prüfungen und Professoren. Das Studium verbindet uns – auch wenn wir privat etwas unternehmen.

Manche bleiben, manche gehen

Doch während ich die Schulfreundinnen lediglich als schöne Erinnerung behalten möchte, kann ich jetzt schon sagen, dass mir zwei aktuellen Freundinnen für mein restliches Leben bleiben werden. Wir sind uns ähnlich und doch wieder nicht. Ergänzen uns und haben dennoch Gemeinsamkeiten. Und vor allem sind wir reifer geworden, haben uns entwickelt. Wir werden uns natürlich immer noch verändern, gerade wenn das Studium erst einmal beendet ist und der erste Job ansteht. Aber die Veränderung wird voraussichtlich nicht mehr so groß sein, wie vom Kind zur Jugendlichen zur Erwachsenen.

Und genau das ist normal: Manche Freunde bleiben uns für immer erhalten, andere hingegen kommen in unser Leben, haben einen kürzeren oder längeren Gastauftritt, und verschwinden dann wieder. Und wenn wir ehrlich sind, dann ist das auch gut so. Denn wenn wir das Leben über jeden einzelnen Freund ansammeln würden, dann ständen wir blöd da. Wie sollen wir das noch in unseren Alltag unterbringen? Ich bin jetzt schon froh, wenn ich es schaffe, meine Freundinnen einmal pro Woche privat treffen kann. Was wäre, wenn es 10 oder 20 oder 30 sind?

Und vor allem bin ich immer noch der Meinung, dass je mehr Freunde man hat, desto weniger tief gehen diese Freundschaften.

Eine Freundschaft lebt davon, dass man Zeit miteinander verbringt und private Dinge miteinander teilt. Deshalb ist es gut so, dass man nur wenige Freunde hat, die für immer bleiben werden. Denn die werden alles mit einem erleben und gemeinsame Erinnerungen aufbauen.

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Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

2 Kommentare zu „Freunde auf Zeit – wieso man manche Freunde nur in bestimmten Lebensabschnitten hat

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