Halbzeit – wie ihr eure Vorsätze und Ziele überprüft

Jetzt kommt der Standardspruch, nehmt euch in Acht: Wie schnell die Zeit doch vergeht!

Mittlerweile ist das Jahr schon wieder ein paar Monate alt und bald ist „Halbzeit“. Die perfekte Gelegenheit, um sich Gedanken darüber zu machen, ob das Jahr so läuft, wie anfangs erhofft.

Ich hatte im Januar einen Beitrag zu Vorsätzen / Zielen veröffentlicht (hier) und euch Tipps gegeben, wie ihr eure Ziele auch erreichen könnt. Habt ihr welche davon angewendet? Wie erging es euch im vergangenen Halbjahr?

Ich hatte mir drei Ziele gesetzt:

  1. Regelmäßig Yoga machen.
  2. Öfters kochen, mindestens zwei Mal in der Woche.
  3. Beauty und Wellness Routinen entwickeln / beides öfters in den Alltag integrieren.

Ziele überprüfen und evtl. weiterentwickeln

Nachdem nun etwas Zeit vergangen ist, habt ihr jetzt die Möglichkeit eure Ziele anzupassen. Denn manchmal hat die Herangehensweise nicht gestimmt, sodass manche Vorsätze nicht umgesetzt wurden. Oder aber ihr stellt fest, dass ihr euer Ziel zu niedrig gesetzt habt und für die nächsten Monate einen Schritt weitergehen könnt, um euch nochmals zu motivieren. Hier ist vieles möglich. Stellt euch dabei gerne folgende Fragen:

Habe ich mein Ziel erreicht? Oder habe ich einen Teil meines Zieles erreicht?

Wenn ja, woran lag das? Was habe ich richtig gemacht und könnte dies auch auf andere Ziele anwenden?

Wenn nein, wieso war das so? Hatte ich mir mein Ziel zu hoch gesetzt? Oder war es in meinem Alltag schlichtweg unrealistisch?

Wie fühle ich mich damit, dass ich mein Ziel erreicht oder nicht erreicht habe?

Vielleicht ist mir mein Ziel doch nicht so wichtig, wie zuvor gedacht? Oder es ist doch wichtiger, als geplant und ich sollte es unbedingt weiter verfolgen?

Ich habe für meinen Teil festgestellt, dass ich aktuell schwer eine feste Kochroutine einplanen kann. Natürlich lassen sich immer schnell Ausreden finden, aber aktuell pendel ich von meinem WG-Zimmer zu meinen Eltern, zur Hochschule, zu meinem Freund, der zwei Stunden entfernt wohnt… Und so bin ich meist für ein paar Tage und dann für ein paar Tage dort. Mit meinem Freund koche ich gerne und auch oft – allerdings sind das meist fleischlastige und „deftige“ Gerichte. Was ich absolut liebe, keine Frage. Aber mit meinem Vorsatz meinte ich eher, dass ich eben mehr Gemüse in mein Essverhalten integriere, mich frischer ernähre. Das fällt dann meist unter den Tisch 😀 Und wenn ich Vorlesungen habe, dann gehe ich mittags gerne in die Mensa und esse dort etwas warmes, weil ich es einfach sehr gerne mag, mittags warm zu essen und nicht erst abends. (so ein belegtes Brot macht mich mittags einfach nicht satt :-D)

Also habe ich für mich festgestellt, dass dieses Ziel aktuell einfach nicht realistisch ist und dass ich es eher auf einen späteren Zeitraum verschiebe, wenn ich endlich mal wieder einen festen Wohnsitze habe und Routine in meinen Alltag reinkommt.

Anders ist das beim Yoga. Ich habe festgestellt, wie wichtig meine Yoga-Routine für mich und mein Wohlbefinden ist. Ich habe mir deshalb das Ziel gesetzt, mindestens vier Mal pro Woche Yoga zu machen. Da muss ich zwar manchmal selbst an der Nase packen und es nicht übertreiben, denn ich bin dann oft versucht, mich immer selbst zu übertreffen und es so gut wie täglich zu machen. Aber dann wird es eher zum Zwang, als zu einem schönen Ausgleich im Alltag. Und vor allem braucht der Körper auch mal Ruhepausen – ja, selbst bei Yoga. Denn der Krieger, der Stuhl, Balance-Haltungen… dort werden auch Muskeln beansprucht 😉

Und zu guter letzt das Thema Beauty und Wellness. Wow, ich habe gemerkt, dass es viel wichtiger für mich ist, wenn ich Zeit zum Yoga machen, zum Lesen oder zum Musik hören habe, als dass ich jetzt eine Maske auflege und ein komplettes Beautyprogramm mache. Früher habe ich sehr gerne gebadet, doch das geht aktuell nicht. Und so finde ich mich in gemütlicher Kleidung auf der Couch wieder, schaue Dokus oder lese. Für mich sogar noch entspannender und wichtiger als ein Wellnessprogramm. Deshalb streiche ich dieses Ziel wieder.

Neue Ziele erkennen

Natürlich kann sich im Laufe des Jahres auch Neues ergeben. Und nur weil das Jahr schon seit mehrere Monaten läut, heißt das nicht, dass ihr diese Dinge nicht in eure Vorsätze mit aufnehmen könnt.

Bei mir ist das beispielsweise meine Handynutzung. Mir ist aufgefallen, dass ich jede kleine Lücke beim Warten damit verbringe, auf mein Handy zu starren und Seiten durchzuscrollen. Verrückt. Denn dadurch fühle ich mich ständig gestresst und unter Druck gesetzt. Während ich einfach mal in die Gegend schauen und entspannen könnte, bis der Bus kommt, bis mein Getränk fertig ist oder bis die Vorlesung losgeht. Deshalb habe ich mir ein Ziel gesetzt: so wenig aufs Handy schauen wie möglich.

Meine Tipps dafür:

  • Apps wie Instagram und Facebook löschen. Sich extra im Internet einzuloggen ist einem dann nämlich meist zu aufwendig, um „nur mal zu schauen“.
  • Das Handy auf lautlos stellen.
  • Benachrichtigungen auf dem Startbildschirm ausstellen.
  • Eine andere Möglichkeit suchen, um die Uhrzeit abzulesen (z.B. Armbanduhr).
  • Bei Treffen mit Freunden oder zum Beispiel in der Vorlesung das Handy bewusst weglegen und evtl. auch auf „Flugmodus“ stellen.

Das Ziel ist nicht konkret genug, daran arbeite ich noch. Doch es ist ein wichtiger Punkt, den ich in den nächsten Monaten in Angriff nehmen möchte – bzw. habe ich es bereits getan und möchte es weiterhin tun 😉

Für eure neuen Ziele könnt ihr euch folgendes fragen:

Wenn das Jahr zu Ende geht, was könnte mir noch wichtig gewesen sein?

Wie geht es mir aktuell? Fehlt mir irgendetwas? Brauche ich etwas, wie zum Beispiel mehr Ruhe oder mehr soziale Kontakte?

Und dann könnt ihr genauso herangehen, wie ihr es für eure bisherigen Vorsätze gemacht habt (siehe meinen Artikel im Januar), oder sucht euch neue Wege, die für euch besser passen.

Viel Erfolg dabei! 🙂

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

4 Kommentare zu „Halbzeit – wie ihr eure Vorsätze und Ziele überprüft

  1. Ein schöner Beitrag. In Sachen Handynutzung bin ich froh, nicht mehr ganz zu den ganz jungen Leuten zu gehören, sodass ich mich gut an die Zeiten erinnere, als man sich noch von Angesicht zu Angesicht oder maximal übers Telefon verabreden musste. 😉 Ich habe mein Handy so gut wie immer auf lautlos gestellt (außer ich weiß, dass ich beispielsweise einen dringenden Anruf vom Kind/zum Abholen oder so erwarte) und habe auch so gut wie keine Apps installiert. Bloggen/Facebook & Co. erledige ich am stationären Rechner, Instagram am Handy, aber auch nur zuhause im WLAN und nur sehr selten unterwegs. Ich finde, das Handy ist einer der größten Zeitfresser. Häufig nutze ich jedoch die Timer- oder Weckerfunktion, dann nämlich, wenn ich am PC sitze, damit ich auch dort wieder ein Ende finde. Oder wenn ich weiß, dass ich noch kochen/Wäsche waschen/aufräumen usw. möchte, dann hilft mir der Timer als Erinnerung und eben auch als Ermahnung, mich mit dem Klingeln dann dieser Sache zu widmen oder auch eine Sache in einer bestimmten Zeit fertigzustellen und nicht zu trödeln.

    Viele Grüße
    Anni

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    1. Liebe Anni,

      vielen Dank für deinen Einblick. Ich schließe mich dir da an: Handy sind Zeitfresser vom Allerfeinsten. Deshalb ist es auch sehr zu empfehlen, den Konsum zu hinterfragen. Allein das Hinterfragen reicht ja meist schon aus, überlegter die Apps etc. zu nutzen.

      Timer sind ja eine nette Funktion und nicht so „gefährlich saugend“ wie manche Social Media Apps 😉

      LG Janne

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  2. Ich hatte mir vorgenommen zufriedener mit mir, meinem Leben und meiner Welt zu sein, anschließend es rappelte am Anfang des Jahres sehr heftig. Ich trennte mich von einigen Freunden, die Ruhe, Muße, Stille und Zufriedenheit nur aus Hollywoodfilmen kennen. Denn eins steht für mich fest:

    Die wahre Schönheit des Lebens, macht ruhig und man genießt in Stille. Sie macht demütig und bescheiden, sie ist unendlich schöpferisch und heilt unsere ruhelose Seele.

    Liebe Grüße Herr Rausch

    Gefällt 1 Person

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