Lerntypen und ihr Umgang mit Prüfungen

Sei es als Schüler, als Azubi oder als Student – Prüfungen bedeuten für die meisten viel Stress und Angst zu Versagen. Wie soll bloß innerhalb dieser kurzen Zeit der ganze Stoff in den Kopf reinpassen?

Wenn man weiß, welcher Lerntyp man ist, dann ist das gar nicht mehr schwer! Für jeden Lerntypen gibt es passende Lerntechniken, die die Prüfungsvorbereitung um einiges erleichtern.

Die vier Lerntypen

Grundsätzlich wird zwischen vier verschiedenen Lerntypen unterschieden.

Der visuelle Lerntyp

Wer zu diesem Lerntyp gehört, der braucht alles optisch ansprechend aufbereitet. Sei es ein Diagramm, eine Graphik, eine MindMap – und schon fällt es dem Lerntyp um einiges leichter, sich Informationen einzuprägen. Es hilft auch gut gestaltete Buchseiten zu lesen oder mit Bildern und Formen den Inhalt zu veranschaulichen.

Der auditive Lerntyp

Dieser Lerntyp kann sich besonders gut an gehörte Informationen erinnern. Man muss gar nicht viel in der Vorlesung mitgeschrieben haben, um gute Prüfungsleistungen zu erzielen. Oftmals reicht es auditiven Lernern konzentriert zuzuhören.

Der haptische Lerntyp

Praktische Beispiele sind für diesen Lerntypen das A und O. Beispielsweise Experimente, Ausprobieren, Handlungsabläufe selbst durchführen. Man sollte unbedingt eigene Erfahrung mit dem Lehrstoff sammeln – auf welche Weise auch immer.

Der kommunikative Lerntyp

Gespräche, Unterhaltungen, Diskussionen – perfekt für diesen Lerntyp. Gruppenarbeit ist somit ein Garant dafür, dass man den Lehrstoff gut behält. Für diesen Lerntyp ist es schwierig sich allein Wissen anzueignen. Somit sind Lehrgruppen eine super Möglichkeit für die Prüfungsvorbereitung.

Gedanken, Idee, Innovation, Phantasie

Lerntechniken zur Prüfungsvorbereitung

Wie bereits am Anfang erwähnt, braucht jeder Lerntyp andere Lerntechniken, um sich optimalen auf Prüfungen vorbereiten zu können. Wichtig vorab ist zu wissen, dass man nicht immer nur ein Lerntyp sein kann. Mischformen sind selbstverständlich möglich und somit können die Techniken auch gerne gemischt werden. Hier nur ein paar Tipps:

Der visuelle Lerntyp

  • mitschreiben und alles vor der Prüfung nochmals durchlesen – am besten mehrmals schreiben und mehrmals lesen
  • Mindmaps, Skizzen und Diagramme sind besonders wichtig
  • Einträge farblich aufbereiten, Zusammenhänge hervorheben
  • Bilder hinzufügen

Der auditive Lerntyp

  • den Lehrstoff immer wieder laut vorlesen, auch nur für sich selbst
  • Abbildungen und andere Schaubilder selbst erklären, ebenfalls laut
  • Inhalte wie in einem Vortrag präsentieren – das Spiegelbild ist hierfür der optimale Zuhörer 😉
  • keine Geräuschquellen, die stören könnten

Der haptische Lerntyp

  • in Bewegung lernen: herumlaufen, etwas in den Händen halten
  • in Gruppen lernen und dann beispielsweise Rollenspiele anwenden

Der kommunikative Lerntyp

  • in Gruppen oder mit einem Partner lernen
  • mit anderen Personen über den Lehrstoff sprechen und darüber diskutieren
  • Gegenseitiges Abfragen kann ebenfalls beim Lernen helfen

Notebook, Arbeitsplatz, Schreibtisch

Allgemeine Lerntipps

Kleine Belohnungen: Oft fällt es einem viel leichter, sich zum Lernen aufzuraffen, wenn im Anschluss eine Belohnung auf einen wartet. Das kann ein schöner Film sein, etwas leckeres zum Naschen oder ein Treffen mit Freunden. Was auch immer die Belohnung ist: am besten direkt auf einen Zettel schreiben und diesen gut sichtbar am Arbeitsplatz hinlegen. Dann geht das Lernen meist um einiges schneller / besser, wenn man motiviert ist, fertig zu werden.

Zeitplan: Wer sich meist verzettelt und am Ende in Zeitnot kommt, der sollte es mal mit einem Zeitplan versuchen. So steht für jeden Tag (oder anderen Lernabschnitt) fest, was gelernt werden muss. Kleinere Portionen sehen eher machbar aus und wirken nicht so demotivierend wie „Ich lerne heute alles“ bzw. „Ich lerne eben so weit, wie ich komme“.

Lernort: Ein aufgeräumter, heller Schreibtisch ist unglaublich wichtig. Man sollte sich wohl fühlen, genug Platz haben um die Lernunterlagen auszubreiten und außerdem für frische Luft sorgen. Dann kann es losgehen! 🙂

Essen und Trinken: Wer hungrig ist, denkt eher ans Essen, als ans Lernen. Aber auch wer gerade einen Schweinsbraten verdrückt hat, wird eher an den vollen Magen denken, als an den Lehrstoff vor einem. Also: Angenehm gesättigt anfangen zu lernen und immer Wasser bereitstellen. Dann gibt es keine Ablenkung durch knurrenden Magen oder trockener Kehle.

So kann es doch direkt in die Prüfungsvorbereitung gehen, nicht wahr? 😉
Welcher Lerntyp seid ihr? Habt ihr noch weitere Tipps?

 

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

7 Kommentare zu „Lerntypen und ihr Umgang mit Prüfungen

  1. Kommunikativer Lerntyp. Am meisten habe ich in der Schule und Uni mit anderen zusammen gelernt, vor allem im Austausch mit Mitschülern/ Kommilitonen. Ich finde Schule und Uni deswegen auch etwas schwierig, da dort hauptsächlich visuell und auditiv vermittel wurde…ausprobieren oder Gruppenarbeiten kamen viel zu kurz. Die Lerntipps habe ich auch angewendet. Vor allem der Zeitplan und Belohnung…ohne konnte sich der Faulischlumpf in mir nur schwer aufraffen 😉

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