Meditation – wieso es uns gut tut

Meditation ist mehr als nur Rumsitzen und ein bisschen entspannen. Im Rahmen meiner Yogalehrer-Ausbildung ist auch die Meditation ein Kapitel, das ausführlich besprochen wird. Kein Wunder: Yogis bereiten sich mit den Asanas eigentlich auf den Meditationssitz vor. Jede Körperübung war ursprünglich dafür gedacht, den Körper so zu dehnen und zu stärken, sodass es kein Problem ist, für längere Zeit zu sitzen und sich nicht mehr zu bewegen.

Meditieren verändert unser Gehirn und zwar so sehr, dass selbst Wissenschaftler erstaunt waren. Ich spreche von einer Studie, bei der sich Testpersonen acht Wochen lang regelmäßig meditiert haben. Ihre Gehirne wurden im MRT auf Veränderungen in den grauen Zellen untersucht.

Sara Lazar vom an der Studie beteiligten Massachusetts General Hospital sagt zu den Ergebnissen:

„Obwohl die Meditation bisher vor allem mit körperlicher Entspannung und dem daraus folgenden Gefühl von inneren Frieden verbunden wurde, haben Praktizierende schon lange behauptet, dass sie auch kognitiv und psychologisch von der Meditation profitieren – den ganzen Tag über.

Diese Studie demonstriert, dass Veränderungen in den Hirnstrukturen für diese positiven Effekte verantwortlich sind. Die Praktizierenden fühlen sich also nicht nur besser, weil sie ein bisschen Zeit mit Entspannung verbracht haben.“

Das regelmäßige Meditieren sorgte dafür, dass sich die grauen zellen im Hippocampus verdichtet haben – jenem Bereich des Gehirns, der für Mitgefühl und Selbstreflexion zuständig ist. Das Stresslevel sei ebenfalls stark gesunken – die Dichte der Zellen in der Amygdala (mit Stress und Angst verknüpft) nahm ab. Spannende Ergebnisse also, gerade für uns Menschen in einer schnelllebigen Welt mit einem Alltag voller To-Do Listen.

Gut Ding will Weile haben

Doch einmal pro Woche für zwei Minuten hinsetzen reicht noch nicht aus. Es geht um Regelmäßigkeit und Kontinuierlichkeit. Also am besten täglich fünf Minuten Zeit investieren und je nach Bedarf / Gefühl langsam steigern. In der Studie haben die Teilnehmer täglich 27 Minuten Achtsamkeitsmeditationen absolviert. Das wäre für mich persönlich schon ein ziemlich langer Zeitraum, den ich nur schwer in meinen Alltag integrieren könnte. Ich bin schon froh, dass ich meine Yoga-Routine von gut 20 Minuten morgens unterkriege. Doch fünf Minuten sind machbar und ein realistisches Ziel.

Vielleicht hilft es ja auch, wenn ihr euch vornehmt, alle zwei Tage zu meditieren. Das ist auch schon ein Anfang und wenn ihr dies erst einmal länger durchzieht und die positiven Wirkungen bei euch selber spürt, kommt die Motivation für mehr Zeit von ganz alleine.

Ich versuche, so gut wie täglich ein paar Minuten zu meditieren. Manchmal klappt das richtig gut, manchmal ist es eher schleppend. Aber jede „Sitzung“ zählt, jedes Hinsetzen ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Dafür habe ich mir dieses Buch hier zugelegt: „Meditieren für Einsteiger„.
Mittlerweile ist es zu meinem Nachschlagwerk geworden und auch die CD nutze ich immer wieder. Wenn ihr euch auch für die Meditation interessiert und ganz grundlegende Dinge kennenlernen möchtet und zudem einen einfachen Einstieg in die Meditation finden möchtet, dann ist dieses Buch genau das richtige für euch.

Die CD hat 60 Minuten Laufzeit und bietet Kurzmeditationen für zwischendurch oder längere geführte Visualisationen an. Dadurch könnt ihr beispielsweise Blockaden lösen oder lernen, besser einzuschlafen.

Meditieren

Autor: Dr. med. Heinrich Klaus

Verlag: Bassermann (Link)
Preis: 9,99€ (Paperback)

Habt ihr euch schon mit Meditation beschäftigt? Was sind eure Erfahrungen bzw. werdet ihr es mal probieren?

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

6 Kommentare zu „Meditation – wieso es uns gut tut

  1. Mit Meditation haben sich für mich neue Welten eröffnet.
    Sie ist Prävention ebenso wie „Notfallmedizin“. Es gibt ja unendlich viele Möglichkeiten zu meditieren.
    Ich weiß nicht, ob man es immer gleich so biologisch (materialistisch) erklären muss, um es auch zu bestätigen. Anders glauben es die Menschen der heutigen Zeit wohl nicht, was der Geist für einen Menschen vermag.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß auf deinem Weg!

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich habe Anfang des Jahres mit Meditieren angefangen und mache es inzwischen fast täglich. Hauptmotivation war vorallem mein anhaltender Stress und die Neugier, es einfach mal auszuprobieren, und ich genieße es wirklich sehr 🙂 Meistens meditiere ich unter Anleitung, z.B. durch Apps wie „Balloon“ oder „SevenMinds“, aber auch Youtubevideos klappen gut. Ein toller Nebeneffekt ist, dass ich mit Meditationen besser einschlafen kann.

    Gefällt 3 Personen

    1. Das kenne ich auch. Da ich sehr lange zum Einschlafen brauche, habe ich vor einigen Jahren angefangen, abends im Bett geführte Meditationen von Mojo Di auf YouTube anzuhören. Am Anfang hat das richtig gut geholfen, etwas abzuschalten und weniger zu grübeln. Meistens bin ich sogar noch vor Ende der Meditation eingeschlafen. 😀

      Inzwischen wirken die geführten Meditationen leider nicht mehr so gut, aber sie helfen mir immer noch dabei, etwas runterzukommen vom Alltag. Die Apps werde ich mir jetzt aber auch mal anschauen, danke dafür 😊

      Gefällt 1 Person

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