Frohe Ostern – früher vs. heute

Gelbe Gummistiefel, die viel zu groß sind. Eine grüne Regenjacke. Und los geht’s.

Ich weiß noch ganz genau, wie meine Schwester und ich voller Vorfreude durch den Garten gestapft sind und die leckere Schokolade gesucht haben, die irgendwo versteckt sein muss. Wie aufregend!

Einmal wollte mir meine Schwester (3 Jahre älter) eine Libelle schenken. Aus Schokolade, versteht sich. Naja, versteht sich jedenfalls für mein jüngeres Ich nicht von selbst. Ich habe geheult wie ein Schlosshund – weil ich dachte, die Libelle ist tot und ich wollte keine tote Libelle geschenkt bekommen. Wenn ich so daran zurückdenke, muss ich immer schmunzeln 😉

Dann kam die Zeit, in der meine Eltern kreativer werden „mussten“, denn das normale Eiersuchen ging viel zu schnell. Wir hatten einmal ein ganz besonderes Ostern, bei dem meine Schwester und ich die wohl coolste Schnitzeljagd allerzeiten gemacht haben. Zugegebenermaßen war das meine einzige Schnitzeljagd und ich könnte eventuell etwas voreingenommen sein 😀 Aber dennoch hat es so viel Spaß gemacht und was etwas ganz besonderes. Wir sind im Schlafanzug durch das ganze Haus getapst und haben einen Hinweis nach dem anderen gefunden und das Rätsel gelöst. Und am Ende… gab es Walkie Talkies im Briefkasten! Was waren wir doch begeistert! In der nächsten Zeit waren wir als Spezialdetektive mit unseren Walkies Talkies unterwegs, saßen in unseren Zimmern und haben uns dadurch unterhalten und hatten dieses riesige Ding ständig dabei.

Wenn der Zauber vorbeigeht

Und dann irgendwann war der Zauber vorbei. Doch das ist der Lauf der Dinge. Ich trauere gar nicht der Schokolade hinterher, sondern schwelge eher nostalgisch in den Erinnerungen an früher. Und doch ist es schade zu wissen, dass wieder einmal ein Fest seinen Zauber verloren hat.

Als Kind ist Ostern noch etwas aufregendes, auf das man sich lange freut. Für mich war es auch schon fast so wie ein tolles Erlebnis wie ein Geburtstag. Doch dann kommt das Teenageralter und dann das Erwachsenwerden. Wenn ich jetzt nach Ostereiern suchen würde, käme ich mir vielleicht etwas komisch vor – obwohl, ich glaube ich könnte da sogar Spaß dran haben 😀 Aber dennoch ist es nicht das Gleiche wie früher. Es ist nicht schlechter so, keineswegs. Nur anders. Und jetzt zu Ostern gab es mir Anlass zum Nachdenken.

Wie geht es denn euch mit den Erinnerungen an früher? Hattet ihr besondere Osterfeste, an die ihr euch gerne zurückerinnert? Gebt ihr eure Erfahrungen mittlerweile an eigene Kinder weiter? Oder war Ostern für euch nie so besonders?

Ich freue mich auf eure Kommentare! 🙂

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

5 Kommentare zu „Frohe Ostern – früher vs. heute

  1. Tja … dann will ich hier auch mal etwas von mir lesen lassen, wo Du ja auch ab und an gerne Limericks liest. 😉

    Vor kurzem kam ich aus dem Garten … wo ich vorher als diensthabender Osterhase für meine beiden jüngeren Töchter (18 und 21) Lindt-Eier und je einen Hasen versteckte.

    Sie wollen es so – immer noch, und wenn die Große nicht gerade zu einem Praktikum in Kiew wäre, würde sie bestimmt auch mit gesucht haben wollen. Ein liebgewonnenes Ritual. Aus Zeiten, in denen die Welt noch in Ordnung schien und es leicht war, Glück zu teilen bzw. zu erreichen.

    Verbundenheit … Sehnsucht … Liebe. Ich weiß nicht, was noch alles daran hängt an Gefühlen, die man auch mit anderen, seien es noch so liebgewonnene Menschen, nicht teilen kann. Also, ich jedenfalls kaum. Vielleicht irgendwann mit Enkeln, falls es mir vergönnt sein wird.

    Viele Grüße und schöne Feiertage,

    Jürgen

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  2. Wir suchen immernoch Ostereier bei unseren Eltern. Viele meiner Freunde haben vor Jahren damit aufgehört- wir jedoch nie. Mein Vater und Großvater verstecken an die 200 Schokoostereier im Garten, und meine beiden Geschwister und ich suchen gemeinsam an die drei Stunden danach. Dazwischen sind kleinere Geschenke, auch für die „richtigen“ Erwachsenen, verteilt. Ich finde es besonders schön, das immernoch so wie früher zu machen, auch wenn die Schokolade nicht mehr das wichtigste daran ist, sondern die Tradition 🌻🐰

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  3. Ich möchte mich der „immer noch suchen“-Fraktion anschließen. Wann, wenn nicht an Ostern wird es am ehesten toleriert, wenn auch Erwachsene durch Gärten tollen, verzückt nach Schokolade greifen oder Stups-der-kleine-Osterhase singen? Natürlich sollte man sich nicht an der Toleranz der anderen messen. Aber so ist es ja auch mit anderen Tagen und Anlässen (Muttertag, Valentinstag, Namenstag…) Ich finde es hilfreich, wenn es einen Feiertag, ein Datum gibt das dich daran erinnert: Du kannst, du darfst, du magst. Plus die schon angesprochene Nostalgie, Erinnerungsfreuden. Alte Traditionen werden aufbewahrt (bei uns z.B. der Eierkampf), neue kommen dazu (bei uns dieses Jahr Out-Door-Yoga mit der Familie). Am Ende geht es doch darum ob man sich entscheidet, bewusst etwas besonderes zu machen, bewusst sich an etwas zu erfreuen. Und da nehm ich mit, was ich kriegen kann :)!

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