STUDENTENLEBEN: PRAXISSEMESTER / PRAKTIKUM – wie man ein Fazit zieht

Auf irgendeine Art und Weise sind gerade 5 Monate an mir vorbeigezogen… Hilfe! Die Zeit verging unglaublich schnell, und schon bin ich mit meinem Praxissemester fertig! Ich weiß noch ganz genau, wie ich am Anfang meines Studiums gesagt habe, dass es ja noch ewig dahin ist. Und jetzt steht die Wahl meiner Vertiefung an. Verrückt. Einfach verrückt. Kann mal jemand die Zeit etwas langsamer gehen lassen? 😀

Jedenfalls möchte ich heute ein Fazit ziehen. Das sind natürlich alles meine persönlichen Sichtweisen, aber vielleicht inspiriert euch dieses Fazit ja dazu, euch genau diese Fragen auch aktuell zu stellen. Entweder ebenfalls im Laufe oder nach einem Praktikum, oder aber auch einfach in eurer aktuellen beruflichen Situation. Vielleicht entdeckt ihr ja Punkte, die euch aktuell stören und die ihr verändern möchtet. Vielleicht merkt ihr aber auch, was ihr besonders gut könnt und hebt diese Art von Tätigkeit in eurem Arbeitsalltag noch weiter hervor. Lasst euch einfach mal inspirieren 🙂

Was mir gut gefallen hat – und was mir liegt

Ich finde es ist oft ziemlich einfach zu sagen, was einem ganz gut gefallen hat. Denn genau diese Art von Tätigkeit bleibt einem meist im Kopf. Ich habe mir dazu immer folgende Fragen gestellt:

Bei welcher Aufgabe habe ich die Zeit komplett vergessen?

Welche Tätigkeit hat mich gut gelaunt werden lassen?

Bei welchen Dingen war ich besonders schnell bzw. besonders effektiv?

Nach welchen Aufgaben habe ich besonders gutes Feedback bekommen?

Diese Fragen helfen dabei, zu hinterfragen, was einem nicht nur gut gefällt, sondern was man auch gut kann. Ich habe beispielsweise gemerkt, dass ich es zwar cool finde, in InDesign zu arbeiten. Aber dass mir das irgendwie überhaupt nicht liegt.

Im Gegensatz dazu kann ich wunderbar Pressemitteilungen schreiben und Webseiten gestalten.

Spannend war für mich auch, dass ich zwar im Marketing ein Praktikum mache, aber dennoch im Personalbereich mit tätig war. Und anscheinend liegt mir dieser Bereich ebenfalls, da ich mit meiner offenen Art ganz leicht mit Personalvermittlern telefonieren konnte oder den richtigen Umgang mit Bewerbern gefunden habe.

Was mir nicht gut gefallen hat – und was ich eher lassen sollte

Natürlich gibt es immer Aufgaben, die keinen Spaß machen, die aber dennoch erledigt werden müssen. Im Laufe meines Praktikums war das beispielsweise das Verpacken von Mailings (etliche Mailings, à 1.000 Stück. Ich kann hiermit offiziell keine Briefe, Briefmarken oder Pakete sehen :-D). Oder aber auch die Arbeit mit der Datenbank.

Hier habe ich mir folgendes gefragt:

Nach welcher Arbeit habe ich mich unausgelastet gefühlt?

Welche Aufgaben sind mir schwer gefallen, sodass ich viel Zeit gebraucht habe?

Welche Aufgaben habe ich immer wieder vor mir her geschoben?

Bei welchen Aufgaben habe ich viele Verbesserungsanregungen bekommen?

Erstaunlicherweise war ich bei dem Verpacken der Mailings sehr schnell, und es war ab und zu eine sogar recht angenehme Abwechslung zum Sitzen vorm Bildschirm. Wirklich erfüllend war es trotzdem nicht.

Allgemein brauche ich persönlich immer wieder die geistige Herausforderung. Eigene Ideen einbringen, irgendwelche Prozess entwickeln, mitdenken, Vorschläge machen. Das stupide Abarbeiten von irgendwelchen Dingen sorgt dafür, dass ich danach ziemlich knatschig werde oder mich einfach irgendwie unausgelastet fühle.

Also mein Fazit für mich persönlich: Ich brauche definitiv einen Job mit wenig Administration und eher zum „Freidenken“. Hierbei ist gerade der kreative Teil enorm wichtig – es ist eben immer noch, dass ich von allen Dingen immer noch am liebsten schreibe 😉

Was habe ich lernen können – und was ich weiterentwickeln möchte

Wichtig ist auch, die eigenen Schwächen zu akzeptieren und sie, falls möglich, zu „beheben“. Ich verrenne mich beispielsweise gerne in Aufgaben. Das meine ich folgendermaßen: Ich mache unheimlich gerne Listen. Ohne To-Do-Listen und einen ausführlichen Terminplaner bin ich vollkommen aufgeschmissen.

Doch wenn dann so eine endlos lange Liste vor mir liegt, dann bekomme ich schnell auch mal „Panik“, das alles nicht zu schaffen, bzw. bin schlagartig unter enormen Druck und Stress – den ich allerdings nur mir selber mache. Wieder einmal der Perfektionismus: ich will alles möglichst schnell erledigt haben.

Mich hier etwas zu entspannen und vor allem Prioritäten zu setzen, ist etwas, das ich unbedingt noch weiter lernen möchte.

Bei der Frage zur persönlichen Weiterentwicklung hilft sehr das Feedback von anderen Personen im Umfeld. Gerne einfach mal bei Vorgesetzten und Kollegen/Kolleginnen nachfragen und unbedingt mitschreiben 😉

Praktikum, Unternehmen, Business, Arbeit

Wie mich das Praktikum beeinflusst hat – und was ich jetzt machen möchte

Das Praktikum hat mir in Summe viel Spaß gemacht und ich konnte einiges für mich persönlich lernen. Außerdem ist es schön, Feedback zu bekommen, dass man etwas gut getan hat oder etwas besonders gut kann. Das fehlt meist im Studium im Laufe des Semester komplett. Erst die Noten am Ende entscheiden, ob du „gut“ oder „schlecht“ warst. Doch ob du die Themen wirklich verstanden hast, was du sonst noch so gemacht hast, dein Charakter und deine Wesenszüge – all das fällt im Studium meist komplett unter den Tisch.

Ich glaube, das wird schon eine Umgewöhnung, wenn ich dann ab März wieder im Hörsaal sitze. Dennoch freue ich mich darauf, denn ich werde die Weichen für meine berufliche Zukunft stellen können. Ich kann mir beispielsweise gut vorstellen, im Marketing zu bleiben. Aber auch doch komplett im Journalismus Fuß zu fassen, ist für mich eine Option.

Mal sehen, was sich noch so alles ergibt. Es bleibt spannend! 🙂

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

5 Kommentare zu „STUDENTENLEBEN: PRAXISSEMESTER / PRAKTIKUM – wie man ein Fazit zieht

  1. Super, dass dir das Praktikum Freude bereitet hat, allein danach einen besseren Plan davon zu haben, was man nach dem Studium mit sich anfangen will, ist Gold wert! Deine Fragen sind klasse, ich beginne im März mein Praktikum und werde sie auf jeden Fall nutzen, um es zu reflektieren. Danke dafür 🙂 Liebe Grüße!

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  2. Viel Erfolg. Es ist immer angenehm sein theoretisches Wissen in die Praxis zu übertragen. Wenn du dann noch mehrere Alternariven hast, ist das besonders erfreulich. Das macht die flexibler und auch ressistenter bei Fehlschlägen. Ich stand auch vor der Wahl Lehrerin oder Wissenschaftlerin zu werden. Und doch war mein Abschluss als Biologin leider doch zu schlecht, dass ich mich jetzt verdammt fühle Lehrerin zu werden. Doch ich habe glücklicherweise noch ein Ziel vor Augen.
    https://haimart.wordpress.com/2018/10/12/die-kalte-hand-des-marktes/

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    1. Das stimmt, es ist ein schönes Gefühl zu merken, wie man endlich das angehäufte Wissen umsetzen kann. Mir persönlich geht es jedenfalls während des Semesters oft so, dass ich nicht so recht weiß, was das eigentlich soll. Natürlich wende ich nicht genau die Inhalte der Vorlesungen an, aber die erlernte Arbeitsweise hat mir doch sehr bei meinem Praktikum geholfen.

      Es ist sehr schade zu hören, dass du nun doch nicht die Wahl hast. Wahrscheinlich wäre es etwas ganz anderes gewesen, wenn du dich aus freien Stücken für den Beruf des Lehrers entschieden hättest.
      Aber solange du ein Ziel vor Augen hast, ist das doch wunderbar und eher als eine „Etappe“ zu verstehen 🙂

      Liebe Grüße
      Janne

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