Melancholie an Feiertagen – wenn Weihnachten zur Psycho-Hölle wird

Weihnachten – die schönste Zeit des Jahres.

Oder doch nicht?

Während die einen auf die Weihnachtszeit regelrecht hinfiebern und sich auf die Gemütlichkeit, das Beisammensein in der Familie und Christkindlmärkte freuen, gibt es da noch die andere Gruppe. Die, die zu Hause sitzen. Die, die melancholisch werden. Die, die sich einsam fühlen.

Weihnachten ist dann nicht mehr schön und „wundervoll“, sondern einfach nur die absolute Psycho-Hölle.

Warum Weihnachten oft mit Melancholie und Einsamkeit verbunden ist

Zur Weihnachtszeit sind viele Menschen besonders nachdenklich. Das kann zum einen natürlich an Erfahrungen und Erinnerungen in der Kindheit liegen, aber auch daran, dass sich das Jahr dem Ende zuneigt und man die vergangenen Monate Revue passieren lässt. Vielleicht hat man nicht alles erreicht, was man erreichen wollte. Oder aber man wurde mit Schicksalsschlägen konfrontiert. Manche erschrecken sich aber auch einfach nur darüber, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Melancholie ist eine Stimmung, die kommt und geht. Bestimmte Faktoren oder Erlebnisse rufen diesen Zustand hervor, aber er geht vorüber.

Anders als eine Depression. Dabei handelt es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, die unbedingt behandelt werden sollte. Doch dieses Thema ist zu umfangreich, um es gebührend in diesem kurzen Beitrag auszuführen. 

Die Melancholie wird oft auch als Weihnachtsblues bezeichnet. Gerade Menschen, die alleine leben sind davon betroffen. Doch auch wer zu Perfektionismus neigt und stark nach Harmonie strebt, ist anfällig.

Was man gegen Weihnachtsblues tun kann

Wichtig ist, auf sich selbst zu hören. Fröhlichkeit lässt sich nicht erzwingen und vielleicht gibt es ja einen triftigen Grund, weshalb man niedergeschlagen ist. Es kann also sein, dass man sich unter Menschen eventuell sogar noch schlechter fühlt als alleine. Der Druck, fröhlich zu wirken und das gemeinsame Fest zu genießen, kann die schlechte Stimmung noch weiter verstärken.

Dennoch kann es manchmal helfen, bewusst etwas zu tun, worauf man aktuell noch keine große Lust hat. Denn in Selbstmitleid zu versinken, hilft ebenso wenig. Allgemein kann es viel bringen, das Positive an der aktuellen Situation zu sehen. Auch wenn es dieses Jahr zu Weihnachten vielleicht eine Phase des Rückzuges und Nachdenkens gibt, so gibt uns dies auch die Chance, mal in uns zu gehen und zu schauen, was der Grund dafür ist. Welche Bedürfnisse wurden nicht erfüllt? Wieso ist man traurig? Wieso möchte man lieber alleine sein?

Diese Fragen können eine gute Grundlage für das kommende Jahr sein und dabei helfen, das Leben den eigenen Vorstellungen entsprechend auszurichten. Und dann kann es das nächste Jahr ja nur noch besser werden 🙂

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

10 Kommentare zu „Melancholie an Feiertagen – wenn Weihnachten zur Psycho-Hölle wird

  1. Sorry, mein Kommentar zu „wieder kommt“ oder „wiederkommt“ gehört eigentlich zum Kommentar von Dorie.

    Nichtsdestotrotz: Wir Menschen sind halt soziale Wesen, das merken wir zu Anlässen wie Weihnachten vielleicht mehr als sonst.

    Gefällt 1 Person

  2. Ich lebe alleine, und ich feire Weihnachten schon lange nicht mehr. Ja, ich bin jeweils kurz bei meiner Familie, das wahr’s. Ich nutze diese Zeit um mich mal wieder zu Sammeln. Das Jahr revuepassieren zu lassen, und mir neue Ziele auszudenken. Der Grosse Punkt ist dann für mich Neujahr. Da schliesse ich bewusst ab, und nehme das neue in Angriff. Dieses Jahr möchte ich das wieder mal ganz bewusst machen. Ich finde das schön, und es gibt power. Ich freue mich schon auf den Jahresabschlussblog. Und nein, ich habe lange nicht alles Erreicht, was ich erreichen wollte. Ich feier eben die Erfolge die ich hatte um mich auf ein weiteres Jahr zu motivieren.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deinen Kommentar und dass du uns alle an deinen Gedanken teilhaben lässt. Weihnachten ist nicht für jedermann etwas wichtiges oder schönes.
      Ich finde deine Art mit dem Jahresabschluss umzugehen sehr wertvoll. Dieser achtsame und liebevolle Umgang mit dir selbst, bringt dir bestimmt viel und hilft dabei, das Leben nach den eigenen Vorstellungen auszurichten.
      Behalte das unbedingt bei, ich finde es toll!

      LG Janne

      Gefällt 1 Person

  3. … und dann gibt es noch die Menschen, die Weihnachten sehr gern allein verbringen. Wegen der Ruhe und der Besinnlichkeit, wegen gemütlichem Herumsitzen bei Kerzenlicht und der Möglichkeit, ganz ohne Rummel genau diese stille Zeit zu genießen.

    So eine bin ich, auch wenn meine Posts möglicherweise den Eindruck erwecken, ich wäre eine Weihnachtshasserin. 😉

    Was ich allerdings an Weihnachten hasse und wogegen ich aus Leibeskräften anschreibe, ist: Konsumzwang im Allgemeinen, Zebrasteaks bei Netto, Straußenfilets bei Aldi und den Superweihnachtssonderpreis bei XXX, Weihnachtsgewinnspiele im Radio, allgemeine Hektik, diskoartige Leucht-LEDs in den Vorgärten…

    Andererseits bin ich dankbar dafür – ich hätte sonst viel weniger zu schreiben!

    Vielen Dank fürs Liken und die interessanten Gedanken hier! Ich komme gern wieder.

    Schmitts Freundin

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für diese Ergänzung, das stimmt! Alleine sein bedeutet nämlich eben nicht sofort, auch einsam zu sein. Das sind zwei Paar Schuhe.
      Und wenn du die Zeit mit und für dich selbst so gut genießen kannst, dann ist das wirklich wundervoll. Das können heutzutage nicht mehr viele Menschen und auch mir fällt das immer wieder schwer. Doch ich sorge bewusst dafür, auch mal wertvolle Zeit alleine zu verbringen. Ich war zum Beispiel gestern erst bewusst alleine auf dem Christkindlmarkt für einen Glühwein und habe die Stimmung in mich aufgesogen. Ein tolles Gefühl 🙂

      Und auch deine anderen Punkte, die Kritik an den Konsumzwang, sind absolut verständlich. Würde ich sofort unterschreiben. Ich selber konsumiere schon gerne und wohl gerade zur Weihnachtszeit auch viel, aber diese extremen Varianten, die du genannt hast, mag ich ebenfalls gar nicht 😉

      Freut mich, dass du gerne wieder kommst!

      Liebe Grüße
      Janne

      Liken

  4. Sehr interessante Gedankenansätze in deinem Artikel.
    Ich bin seit 19 Jahren verheiratet und habe 2 Kinder, deshalb kenne ich zu Weihnachten keine Einsamkeit und genieße die Zeit mit meinen Lieben, wenn ich nicht arbeiten muss. Stress und Hektik mache ich mir keine, da ich die Geschenke- und auch die Lebensmitteleinkäufe schon Wochen bzw. sogar Monate vorher plane.
    Als ich noch Single war habe ich Weihnachten grundsätzlich gearbeitet, was in meinem Beruf auch den Kollegen mit Kindern gegenüber nur fair ist und mich danach dann einfach mit einem Buch und einer Tasse Tee oder Schokolade auf die Couch gekuschelt.
    Man muss natürlich auch alleine sein können, was heutzutage nicht mehr jedem gelingt.

    Ich wünsche trotzdem allen, schöne ruhige und besinnliche Feiertage und nehmt euch ruhig Zeit zur Selbstreflexion, die man im Alltag ja oft nicht hat.

    Liebe Grüße

    fantasylife

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deinen Kommentar!
      Dein Weihnachten hört sich sehr schön an. Es ist wirklich toll, dass du dich nicht unter Druck setzt, sondern die Feiertage wirklich genießen kannst.

      Und auch dass du früher einmal Weihnachten bewusst gearbeitet hast, ist eine tolle Möglichkeit, anderen eine Freude zu machen und sich nicht so ganz alleine zu fühlen.
      Heutzutage fällt es vielen sehr schwer, alleine zu sein. Die ständige Beschäftigung mit Medien etc. sorgt dafür, dass wir immer in Aktion sind. Sich zu langweilen, mal nichts zu tun, ist wirklich eine Seltenheit geworden, die nicht mehr viele aushalten.

      Ich wünsche ebenfalls schöne und entspannte Feiertage!

      Liebe Grüße
      Janne

      Gefällt 1 Person

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