Die Macht der Gewohnheit – Unser Hang zur Routine

Zähne putzen, Schuhe binden, Auto fahren – wenn wir bei jeder noch so kleinen Tätigkeit in unserem Alltag groß überlegen müssten, wie wir sie ausführen, dann wären wir ziemlich schnell am Ende mit der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns. Stellt euch mal vor, ihr müsstet jedes Mal aufs Neue herumprobieren, wie jetzt die blöde kleine Schleife auf dem Schuh geht… Ganz schön ermüdend und nervig, oder? 😉

Der Sinn von Routinen und Gewohnheiten

Es hat also durchaus einen Sinn, dass wir Routinen und Gewohnheiten entwickeln. So können wir unsere dadurch frei werdende Kapazität für Unbekanntes, Forderndes oder einfach Schönes nutzen.

Doch manchmal stecken wir fest. Wir lassen die Gewohnheit zur Bequemlichkeit werden, klammern uns daran und sträuben uns vor neuen Dingen, die auch Ungewissheit mit sich bringen oder vielleicht sogar etwas Angst machen.

Aber Angst vor Neuem und die Sorge wie es wird sind menschlich und vollkommen okay. Das heißt nicht im Umkehrschluss, dass wir uns davon bestimmen lassen sollten!

Weiterentwicklung und neue Dinge ausprobieren

Wie wollen wir uns weiterentwickeln und dazulernen, wenn wir uns immer nur in unserem altbekannten Rahmen bewegen und die Gewohnheit schon fast zu einem „Muss“ werden lassen?

Mal angenommen eine Person kommt jeden Abend nach der Arbeit nach Hause. Macht sich etwas zu essen, setzt sich vor den Fernseher und geht dann schlafen. Das ist eine völlig normale Alltagsbeschäftigung, die ich hier auch gar nicht schlecht machen möchte. Denn ich tue dies genauso gerne mal 😉

Aber wenn diese Person das nun jeden Abend so macht, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr… Dann ziehen kostbare Jahre ihres Lebens einfach an ihr vorbei!

Manche haben komplett festgefahrene Bahnen im Gehirn. Diese Bahnen, diese Gewohnheiten, sind eventuell bei manchen unveränderlich. Aber nur weil sie sich sträuben neue Wege einzuschlagen. Nicht, weil es ihnen nicht möglich ist! Jeder kann aus den Routinen ausbrechen, schon mit Kleinigkeiten, um ein intensives und schönes Leben zu führen.

Routinen durchbrechen – wir werden belohnt

Am Anfang kann es schwierig sein, neue Wege einzuschlagen. Es fühlt sich fremd an, macht Angst, ist anstrengend. Doch wer die alten Gewohnheiten durchbricht, wird so viel dafür bekommen.

Wunderschöne Erlebnisse, an die man später mal gerne zurück denkt, neue Freundschaften, neue Hobbies… Egal was es ist, durch das wir die festgefahrenen Routinen ablegen, es wird uns persönlich meist wirklich gut tun ☺️

Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

14 Kommentare zu „Die Macht der Gewohnheit – Unser Hang zur Routine

  1. Toller blog. Gewohnheiten sind sehr wichtig, geben einen Rahmen und Orientierung. Davon abzuweichen finde ich sehr wichtig, nicht stur werden, sondern die guten Gewohnheiten als Hilfe sehen. Meine Schlüssel zum Beispiel, die sind immer da wo sie sein sollen. Im Buch „The One Thing“ von Gerry Keller wird beschrieben wie man in 66 Tagen zu neuen, sinnvollen Gewohnheiten kommt. Eine kleine Veränderung wie z.B. wenn der Wecker klingelt aufstehen 66 mal tun, dann ist es eine Gewohnheit. Kein Problem, wenn es an einem Wochenende nicht klappt.

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    1. Danke für deinen Kommentar, liebe Rita!
      Das ist ja eine tolle Buchempfehlung, die habe ich mir gleich mal abgespeichert.

      Du hast recht, zum einen sind Gewohnheiten eine gute Orientierung, zum anderen sollten sie einen nicht daran hindern, etwas Neues zu probieren. Zu differenzieren, welche Gewohnheiten einem wirklich gut tun und welche eher nicht, ist deshalb sehr wichtig.

      Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche!
      Janne

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  2. Gegen Gewohnheiten hilft mir, einfach mal das Gegenteil zu denken — egal von was. Sei es etwas, das ich sage oder tu, sei es etwas, das jemand mir sagt.
    Aber manchmal kann das ziemlich schwierig sein, vor allem in Situationen, in denen spontanes Reagieren gefragt ist.

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  3. Hey super Blogbeitrag, ich habe auch letztes darüber geschrieben einfach mal neue Sachen auszuprobieren und nicht immer in seinen Gewohnheiten stecken zu bleiben. Man muss auch mal raus aus der Wohlfühlecke und die neuen Seiten des Lebens entdecken. 🙂

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  4. Wenn aus Routine Gewohnheit wird, dann läuft man Gefahr, hängen zu bleiben und sich irgendwie in diesem Netz zu verlieren. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung, aber macht es erstmal „Klick“ im Kopf und werden Routine, Gewohnheiten durchbrochen, dann steht einem, wenn man so will, die Welt offen.
    Danke. Toller Beitrag, motiviert und spricht mir aus der Seele.

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    1. Danke für deinen Kommentar!
      Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag so gut gefallen hat und dich motivieren konnte – genau das war mein Ziel 🙂
      Du hast recht, es gibt manchmal wirklich diese „Klick-Momente“, in denen einem erst einmal so wirklich bewusst wird, wie sehr man doch bisher in Routinen gefangen war. Das ist der erste Schritt, um etwas zu ändern. Toll, dass du das geschafft hast!

      Liebe Grüße
      Janne

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