Studentenleben: Praxissemester / Praktikum 2

Und schwuppdiwupp ist ein Monat vergangen. Könnt ihr euch noch erinnern?

Hier habe ich davon geschrieben, dass ich bald mein Praktikum starten werde und meine größte Sorge war: den ganzen Tag lang im Büro sitzen zu müssen, immer den Bildschirm vor den Augen, nichts raus zu können. Kurz zusammengefasst:

„Allgemein bin ich kein Büromensch.“

Sieh an. Das muss ich nämlich jetzt gleich mal revidieren. Erstaunlicherweise gefällt mir nämlich gerade die Büroarbeit ziemlich gut. Klar, das mag eventuell unter anderem daran liegen, dass es draußen mittlerweile langsam ungemütlich und kälter wird. Aber vor allem liegt es an anderen Dingen:

  • das Gefühl am Ende des Tages etwas „geschafft“ zu haben (und nicht nur stumpf und stupide Vorlesungen folgen zu müssen)
  • am Abend wirklich FEIERABEND zu haben (ganz ohne das schlechte Gewissen, noch etwas für irgendeine Vorlesung vor- oder nachbereiten zu müssen)
  • die Struktur im Alltag (nicht mal erst um 10 Uhr Vorlesung, dann wieder früh, dann wieder zwischendurch lange Pausen)

Aber jetzt mal genauer zu meinem Praktikum. Ich bin im Marketing bei Gogol Publishing, mitten im Herzen von Augsburg. Ein junges Team, viele Frauen (wohl typisch im Marketing 😉 und vor allem einiges zu tun – das macht die unschlagbare Kombination aus. Auch wenn ich „nur Praktikantin“ bin, darf ich sehr viele Aufgaben eigenständig übernehmen.

Aufgaben im Praktikum

Klar, Mailings verpacken, Spüldienst oder die Arbeit mit der Datenbank sind jetzt nicht etwas, bei dem ich vor Freude jauchzend in die Luft springe.

Aber Pressemitteilungen zu schreiben, Broschüren zu übersetzen, auf der Webseite herumbasteln zu können… Oh ja, das ist genau meins! Die Zeit vergeht so im Büroalltag viel schneller als in einer Vorlesung. Ich kann mich besser konzentrieren, wenn ich aktiv etwas tue, anstatt dass ich nur zuhören und still sitzen muss. Ich merke, dass ich meine Talente einbringen kann, bekomme direkt Feedback, kann mir selbst Pausen einteilen, meine Aufgaben priorisieren und meinen Tag organisieren.

„Wie soll ich kreativ werden, wenn ich den ganzen Tag den gleichen Bildschirm anstarre??“

Und diese oben genannte zweite Sorge trifft auch überhaupt nicht zu. Wenn ich mich erst einmal in ein Thema eingearbeitet habe, dann kommt die Kreativität meist von selber. Außerdem kann ich ja oft selbst bestimmen, zu welcher Tageszeit ich welche Aufgabe bearbeite – und somit auch Kreativität abwarten, sollte sie doch mal Pause machen 😉

All das gefällt mir so gut, dass ich in den vier Tagen, die ich für die sogenannte Blockwoche an der Uni verbringen musste, viel lieber arbeiten gegangen wäre 😀 Das ich das mal sagen werde… ich bin selber sehr überrascht. Und wieder einmal zeigt sich: es macht keinen Sinn, sich im Vorfeld zu viele Gedanken und Sorgen zu machen. Erst einmal abwarten, austesten und sich dann eine Meinung bilden.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit meinem Praktikum und glaube auch, dass ich bis Ende Januar noch einiges lernen und viele Aufgaben erledigen werde können.

Schade ist, dass ich von der Hochschule aus drei Berichte schreiben muss – natürlich irgendwie parallel zu einem 40-Stunden-Job. Aber das werde ich auch noch hinbekommen und ich bin überzeugt, dass mir meine Kollegen und Kolleginnen gerne etwas Zeit einräumen, damit ich diese Aufgaben auch bearbeiten kann.

Kleinere Hürden: Fehltage im Praxissemester

Leider ist ein Pflichtpraktikum ziemlich stark reglementiert und man muss zahlreiche Vorlagen erfüllen, damit letztendlich auch garantiert ist, dass es entsprechend angerechnet wird. Ein großer Punkt ist hierbei bei unserer Hochschule, dass wir genau 18 Wochen gearbeitet haben. Für gesetzliche Feiertage können wir nichts, aber jegliche Tage, die das Unternehmen von sich aus geschlossen hat, und jegliche Fehltage durch Krankheit, müssen wir nachholen. Und tadaaa: passend zur Übergangszeit, habe ich mir erst einmal eine richtig schöne Bronchitits eingeholt. Das Resultat: 4 Tage krank.

Nach langem Hin und Her und mehrfachen Kontakt mit dem Praktikantenamt kam dann letzte Woche die positive Nachricht: Wenn ich bis Ende Januar keinen einzelnen weiteren Tag krank bin (bitte bitte bitte), dann muss ich keinen Tag nachholen und meine angesetzte Praktikumsdauer reicht genau aus.

An sich wäre es ja kein Problem gewesen, die Tage nachzuholen, aber ich starte im Februar bereits mit meinem neuen Werkstudentenjob und das wäre etwas kompliziert geworden. Hätte hätte Fahrradkette – zum Glück ist das ja nicht der Fall und ich muss jetzt einfach nur brav gesund bleiben 😉

Entscheidung für die Vertiefungen steht fest

Ich weiß schon jetzt, dass das Marketing, bzw. genauer gesagt noch eher Content-Marketing, genau mein Bereich ist. Deshalb kann ich nun auch fest sagen, welche Vertiefungen ich wählen möchte und ich habe sogar einen Werkstudentenjob bei stampay, einem Startup in Augsburg, ergattert, auf den ich ebenfalls sehr gespannt bin.

Es ist eine spannende Zeit und selbstverständlich werde ich euch gerne auf dem Laufenden halten!

Habt ihr bereits ein Praxissemester absolviert? Oder müsst ihr es noch machen? Wenn ihr Fragen habt, dann nur her damit 🙂

 

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Verfasst von

Komm mit in meine bunte und chaotische Welt! Ich lass dich an meinen psychologischen Gedanken teilhaben, zeige dir mein Leben als Studentin und zeichne Handletterings was das Zeug hält. Viel Spaß auf #LyrebirdBlog :-)

4 Kommentare zu „Studentenleben: Praxissemester / Praktikum 2

  1. Ich suche momentan total verzweifelt nach Praktika. Ich würde gern ins Lektorat oder in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einem Buchverlag. Ersteres hat nie eine Stelle frei und letzteres kann ich nicht für mein Studium anerkennen lassen, da es zu wenig mit Übersetzungen zu tun hat. Also dachte ich, hey, dann machst du das Praktikum bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einfach nebenbei für dich. Aber nein, die meisten vergeben nur Pflichtpraktika … welche ich natürlich nicht machen darf, da ich es nicht anrechnen lassen kann … es ist so eine Freude! 😀

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  2. Oh, hört sich gut an bei Dir!
    Ich hatte ja geschrieben dass ich einen Vollzeitjob starte, und mir geht es tatsächlich ähnlich wie Dir: abends das gute Gefühl, etwas „geschafft“ zu haben, interessante Projekte, in die ich mich reingraben kann und wo ich dann stolz wie bolle bin, wenn ich was Gutes hingekriegt habe, und tatsächlich vergeht auch bei mir die Zeit erstaunlich schnell und Vollzeit ist überhaupt nicht schlimm, sondern einfach nur genial!

    Gefällt 1 Person

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