Die süße Seite Englands

„Wanna have a cup of tea?“ – eine Frage, die ich in England immer und immer wieder gehört habe. Sei es morgens, am Nachmittag oder zum Dinner oder auch danach. Alle Klischees was den Teekonsum angeht, wurden – jedenfalls bei meiner Gastfamilie – vorbildlich erfüllt 😉

Doch auch was die Welt des Backens angeht, habe ich in den vergangenen drei Wochen interessante Einblicke bekommen können, die ich euch jetzt natürlich nicht vorenthalten möchte.

Gleich vorweg: ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern möchte einfach nur meine persönliche Erfahrung mit der britischen Gebäckwelt teilen. Wenn ihr andere Erlebnisse hattet oder aber auch gleiches erlebt habt, freue ich mich wie immer über eure Kommentare 😊😊

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Wir Sprachschüler haben wahrscheinlich gegen jegliche Regeln der Tradition verstoßen, als wir auf den Tee verzichtet und lieber einen Kaffee trinken gegangen sind. Oder, noch viel schlimmer, einfach mal Scones als Nachtisch zum Lunch gegessen haben!!!

Vielleicht habt ihr bereits von diesem Gebäck gehört, ein absolutes Muss in der englischen Küche. Es wird zum „afternoon tea“ serviert, also dem Tee (meist mit Milch) am Nachmittag. Anders als das Gebäck, das wir zum Beispiel bei uns in Deutschland zum traditionellen „Kaffee und Kuchen“ reichen, sind Scones nicht wirklich süß. Man unterscheidet zwischen „plain scones“, also ohne zusätzliche Zutaten, und den „fruit scones“, die mit Rosinen verfeinert sind und somit etwas süßer sind (mag ich persönlich lieber :-D).

Scones sind eher trocken und schmecken deshalb ganz besonders gut in der traditionellen Kombi mit Clotted Cream und Marmelade (meistens Orange, gerne aber auch Erdbeer). Clotted Cream ist etwas ganz besonders, nicht ganz Butter, nicht ganz Sahne. Schmeckt wunderbar sahnig, wird aber wie Butter verwendet. Sollte man unbedingt probiert haben!

Aber es gibt nicht nur Scones in den englischen Bäckereien. Ich musste natürlich ofters mal herumstreifen und habe in alle möglichen Bäckereien reinschauen und das Sortiment bestaunen 😉

Neben klassischem Gebäck gibt es jedoch auch immer Croissants, Pain au Chocolat, Cookies, Donuts usw.

Teilweise wirkte es wie in einer Patisserie in Frankreich, insbesondere als wir in einem exklusiveren Café in London waren. Dort konnten wir dann Macarons bestaunen, genauso wie kunstvolle Torten und andere Köstlichkeiten. Ganz oft gibt es kleine Tartes (Tartelettes), die mit Sahne oder ähnlichem sowie verschiedenen Früchten sehr hübsch angerichtet sind.

Nicht zu vergessen: Cupcakes! Diese Muffins mit dem sahnig-cremigen Topping sind nicht nur bei uns ein absolutes Highlight geworden, sondern werden auch in England an jeder Ecke angeboten. Inwieweit das jetzt noch traditionell ist, kann ich euch allerdings nicht sagen 😉

Alles in allem wurde mein Bäckerherz auch hier in England ganz gut versorgt – nur ist alles nach meinem Empfinden her nochmal um einiges süßer als bei uns… Gerade was Schokoladekuchen angeht, hatte ich hier des Öfteren das Gefühl, einfach nur einen Berg Zucker zu essen, während in Deutschland dann doch eher die Schokolade im Vordergrund ist. Eine Schicht Zuckerguss ist schon fast Pflicht – aber eben auch nicht überall, deshalb möchte ich jetzt auf keinen Fall von den einzelnen Fällen auf die gesamte Backwelt Englands schließen. 😉

Jedenfalls habe ich nun bereits geplant, den besonderen Geschmack von Scones auch zu euch zu bringen und werde an einem Rezept für euch tüfteln… Gebt mir noch etwas Zeit, doch wenn ich wieder in Deutschland bin, dann werdet ihr garantiert versorgt 🙂

 

Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug in die englischen Bäckereien gefallen und ich bin schon gespannt, von euren Erfahrungen oder auch Vorstellungen zu hören!

 

Liebe Grüße

Janne

 

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3 Gedanken zu “Die süße Seite Englands

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